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Sport

Vettel gewinnt den Kanada-Grand-Prix

Erstmals in seiner Karriere darf der Weltmeister auch in Montréal jubeln. Mit einem Start-Ziel-Sieg baut Sebastian Vettel seinen Vorsprung in der WM aus. Überschattet wird das Rennen von einem tragischen Unglück.

Endlich kann Sebastian Vettel auch diesen Punkt von seiner To-Do-Liste streichen: Nach mehreren vergeblichen Versuchen schaffte der dreifache Weltmeister beim Großen Preis von Kanada einen ungefährdeten Sieg. Auf dem 4361 Meter langen Circuit Gilles Villeneuve von Montréal, der sich über die idyllisch im Sankt-Lorenz-Strom gelegenen Flussinsel Ile Notre-Dame schlängelt, war der Red-Bull-Pilot diesmal nicht zu schlagen. Ferrari-Pilot Fernando Alonso und Lewis Hamilton im Mercedes fuhren hinter Vettel aufs Treppchen. Hamiltons Teamkollege Nico Rosberg belegte den fünften Platz.

Guter Start als Erfolgsgrundlage

Vettel gewann den Start und konnte sich auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Montréal schnell ein paar Sekunden von der Konkurrenz absetzen. In der 17. Runde kam er als erster der top-platzierten Fahrer in die Box. Nachdem alle anderen Piloten aus der Spitzengruppe ebenfalls einmal die Reifen gewechselt hatten, lag Vettel weiterhin in Führung, obwohl er einmal leicht an der berüchtigten Wall of Champions, der Begrenzungsmauer unmittelbar hinter der Start-Ziel-Schikane, entlang geschrammt war.

Nach 35 Runden hatte der Weltmeister wieder 15 Sekunden Vorsprung auf seinen ersten Verfolger Lewis Hamilton. Dieser Abstand hielt bis zum Ende des Rennens, das Vettel von der Spitze kontrolliert nach Hause fuhr. Der Zweitplatzierte in der WM-Wertung, Kimi Räikkönen, war bereits vor der Halbzeit des Rennens von Vettel überrundet worden. Er beendete das Rennen nur als Neunter. Damit verlor der Finne auch seinen zweiten Platz in der WM-Wertung an Alonso.

Der Spanier profitierte zunächst von einer Kollision zwischen dem Niederländer Giedo van der Garde im Caterham und dem von hinten heraneilenden Red-Bull-Pilot Mark Webber. Van der Garde ignorierte in der Haarnadelkurve die blaue Flagge, die signalisieren sollte: Lass den schnelleren Wagen passieren. Webber verlor beim Zusammenstoß einen Teil des linken Frontflügels. Ein paar Runden hielt der Australier den drängelnden Alonso noch auf Distanz, doch dann zog der Spanier vorbei auf Platz drei und fing schließlich auch noch Hamilton ab. Eine weitere Kollision van der Gardes mit Sauber-Pilot Nico Hülkenberg bedeutete das Aus für beide Fahrer.

Sutil im Pech

Rennszene mit Adrian Sutil beim Großen Preis von Kanada 2013 (Foto: EPA/CJ GUNTHER)

Adrian Sutil erlebte beim Rennen von Montréal gleich mehrere brenzlige Situationen

Kein Glück hatte Adrian Sutil im Force India, der aussichtsreich von Platz acht gestartet war. Innerhalb der ersten zehn Rennrunden drehte er sich bei einem Überholversuch zunächst um 360 Grad. Er verlor dabei einige Plätze, fuhr aber ohne jede "Feindberührung" weiter. Doch wenig später rauschte ihm Williams-Pilot Pastor Maldonado ins Heck. Beim Boxenstopp wurde ein Schaden am hinteren Flügel festgestellt. Sutil konnte dennoch weiterfahren und belegte am Ende schließlich den zehnten Rang.

In der WM-Gesamtwertung führt Sebastian Vettel nach sieben von 19 Rennen nun mit 132 Punkten vor Alonso mit 96 Zählern. Dahinter folgen Räikkönen mit 88 und Hamilton mit 77 Punkten. Das nächste Rennen der Saison ist der Große Preis von Großbritannien in Silverstone am 30. Juni.

Tragisches Unglück

Überschattet wurde der Große Preis von Kanada vom tödlichen Unfall eines Streckenpostens. Der Arbeiter wurde gegen Ende des Formel-1-Rennens von einem Bergungskran überrollt und erlag wenige Stunden später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Das schwere Unglück ereignete sich, als das Fahrzeug einen liegen gebliebenen Formel-1-Wagen von der Strecke transportierte. Nach offiziellen Angaben hatte der Streckenposten sein Funkgerät fallen lassen. Beim Versuch, dieses aufzuheben, sei er dann gestolpert.