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Wirtschaft

Versicherer ziehen glimpfliche Bilanz

Keine schweren Katastrophen und eine vergleichsweise ruhige Hurrikan-Saison in Nordamerika - für die Versicherungsbranche war 2014 ein recht schadenarmes Jahr. Dafür haben auch bessere Frühwarnsysteme gesorgt.

Das Ausbleiben von sehr schweren Katastrophen und eine ruhige Hurrikansaison im Nordatlantik haben die Schäden aus Naturkatastrophen 2014 deutlich niedriger ausfallen lassen.

Zu diesem Ergebnis kommt der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück in seiner am Mittwoch veröffentlichten Naturkatastrophenbilanz. Die Gesamtschäden summierten sich demnach auf 110 (2013: 140) Milliarden Dollar, davon waren etwa 31 Milliarden versichert.

Die Summen liegen deutlich unter den Durchschnittswerten der vorangegangenen zehn Jahre, wie der Konzern erklärte. Das gelte auch für die Zahl der Todesopfer, die 2014 bei 7.700 (Vorjahr: 21.000) lag.

Frühwarnsysteme verbessert

"Dass die Naturkatastrophen im vergangenen Jahr weniger Menschenleben gekostet haben, ist - bei aller Tragik im Einzelfall - eine gute Nachricht", zog Vorstand Torsten Jeworrek Bilanz. "Und diese Entwicklung ist nicht nur zufällig. Vielerorts funktionierten Frühwarnsysteme besser. Behörden brachten Menschen bei heraufziehenden Wetterkatastrophen konsequent in Sicherheit, so vor Auftreffen des Zyklons Hudhud auf die Ostküste Indiens und des Taifuns Hagupit auf die Küste der Philippinen."

Hudhud war mit einem Gesamtschaden von sieben Milliarden Dollar das teuerste Ereignis des Jahres. Die teuerste Naturkatastrophe für die Versicherungswirtschaft war dem Bericht zufolge allerdings ein Wintersturm mit starken Schneefällen in Japan, der alleine versicherte Schäden von gut drei Milliarden Dollar verursachte.

Auch der Schweizer Rückversicherer Swiss Re hatte unlängst erklärt, 2014 sei eines der schadenärmsten Jahre seit langem gewesen. Für die Münchener Rück ist das alles aber kein Grund, zu optimistisch ins neue Jahr zu starten, wie Jeworrek betonte: "Insgesamt hat sich die Risikosituation nicht verändert. Es gibt keinen Anlass, für 2015 einen ähnlich gemäßigten Verlauf zu erwarten."

wen/hb (rtr, dpa, ots)