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Asien

Nach Schneesturm: Nepal sucht nach Opfern

Nach einem Wettersturz im Himalaya werden in der Region um den Achttausender Annapurna noch viele Menschen vermisst. Auf einer beliebten Trekkingroute kamen bei Lawinenabgängen mehr als 20 Menschen uns Leben.

Retter transportieren einen verletzten Trekkingtouristen ab. Foto: dpa-pa

Retter transportieren einen verletzten Trekkingtouristen ab

Über 150 Trekker wurden am Thorong La von dem Wettersturz völlig überrascht. Innerhalb kurzer Zeit fielen an dem Pass auf der "Annapurna-Runde" Unmengen Schnee, Lawinen gingen ab. Der Thorong La ist mit 5416 Metern der höchste Punkt der beliebten Trekkingroute rund um die 8091 Meter hohe Annapurna im Westen Nepals. Nach Angaben der in Kathmandu erscheinenden Zeitung "The Himalayan Times" kamen in der Region innerhalb von zwei Tagen bei mehreren Lawinenabgängen mindestens 26 Menschen ums Leben, neben Einheimischen auch ausländische Touristen. Die Zahl könnte steigen, da immer noch rund 70 Menschen vermisst werden.

Zyklon änderte Richtung

Die

Such- und Rettungsaktion

läuft auf Hochtouren. Das nepalesische Militär hat Hubschrauber in die Region entsandt. Dutzende von Wanderern wurden bereits nach Kathmandu ausgeflogen. Wetterforscher hatten vorhergesagt, dass die Ausläufer des Zyklons "Hudhud", der bereits am Wochenende in Indien große Schäden verursacht hatte, Nepal viel weiter westlich treffen würden. Weil scheinbar keine Gefahr für die Annapurna-Region drohte, waren zahlreiche Trekkinggruppen aufgebrochen. "Der Zyklon änderte dann aber plötzlich seine Richtung nach Nordosten", sagte Suman Regni, Chef der nepalesischen Meteorologen.

Nepal Lawine Verletzte Unglück Mustang

Der Thorong La, der höchste Pass auf der Annapurna-Runde

300 Genehmigungen pro Tag

Neben dem Khumbu-Gebiet rund um den Mount Everest ist die "Annapurna-Runde" das beliebteste Ziel von Trekkingtouristen in Nepal. Wegen des eigentlich stabilen Wetters und der guten Fernsicht gelten Oktober und November als ideale Reisemonate. Um den Achttausender zu umrunden, benötigt man in der Regel drei Wochen. Die Blicke auf die Annapurna sowie die Achttausender Manaslu und Dhaulagiri, die ebenfalls in der Region liegen, sind atemberaubend. Auch kulturell ist die Route interessant. Im Norden verläuft sie durch das früher unabhängige buddhistische Königreich Mustang. "Wir stellen in der Hochsaison pro Tag 280 bis 300 Trekking-Genehmigungen aus", sagt ein Mitarbeiter des "Annapurna Conservation Area Project" (ACAP), des ältesten und größten Naturschutzgebietes Nepals.

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