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Deutschland

Verkehrschaos am Heiligen Abend

Schnee und Eis haben Europa auch an Weihnachten fest im Griff. Tausende Menschen konnten am Heiligen Abend nicht reisen. Flüge und Züge fielen aus, Straßen waren nicht befahrbar.

Mann im Schnee (Foto: dapd)

An Weihnachten müssen viele Reisende mit Verkehrsbehinderungen durch Schnee und Glätte kämpfen. Auch am Freitag (24.12.2010) hatten wieder Züge erhebliche Verspätungen oder fielen ganz aus. Flüge mussten gestrichen werden und Autofahrer konnten wegen vereister Fahrbahnen nur Schritttempo fahren.

Verkehrschaos auf Straße und Schiene

Unfall (Foto: dapd)

Schee und Glätte führten zu Unfällen

Schlecht oder gar nicht mehr befahrbar waren Straßen an der Ostseeküste, in Rheinland-Pfalz, Niedersachen, Nordrhein-Westfalen und Bayern. Wieder freigegeben wurden am Vormittag die Bahnlinien zwischen Hannover und Berlin sowie Hamburg. Auch der Düsseldorfer Flughafen nahm seinen Betrieb wieder auf. 65 Flüge mussten allerdings dennoch ausfallen. Am wichtigsten deutschen Flughafen in Frankfurt mussten nur 17 Flüge gestrichen werden.

Die Schneemassen brachten in mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen und Thüringen die Dächer von Hallen zum Einsturz. Verletzt wurde niemand. Auch die Weihnachtspost konnte nicht überall ausgeliefert werden. "Unsere Leute stellen überall da zu, wo es menschenmöglich ist", sagte ein Sprecher der Deutschen Post in Düsseldorf. Die Entscheidung drüber liege bei den jeweiligen Postboten.

Übernachten auf dem Flughafen

Anzeigetafel (Foto: dapd)

Viele Züge fielen aus

Nicht nur in Deutschland führte das Winterwetter zu Verkehrsausfällen. Am Pariser Großflughafen Roissy wurden bis zum Nachmittag 670 von 1160 geplanten Flügen gestrichen. Verschärft wurde die Lage dadurch, dass durch einen Streik der Lieferanten Enteisungsmittel fehlten, die benötigt werden, damit die Flugzeuge starten können. Die Passagiere mussten sich nach Angaben der französischen Regierung teilweise darauf einstellen, die Nacht in Hotels oder auf dem Flughafen zu verbringen. Schon in der Nacht zum Freitag hatten 2000 Passagiere auf dem Flughafen festgesessen.

In Frankreich stürzten witterungsbedingt auch zahlreiche Bäume um und beschädigten Stromleitungen. Insgesamt über 10.000 Haushalte waren am Weihnachtstag deshalb ohne Strom. Besser war die Lage an den Flughäfen Dublin und London-Heathrow. Dort normalisierte sich der Flugverkehr nach dem Chaos der vergangenen Tage wieder. Allerdings war in Großbritannien der Zugverkehr gestört.

Autor: Dirk Eckert (afp, dpa)

Redaktion: Hartmut Lüning

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