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Aktuell Afrika

Verheerender Doppelanschlag in Nigeria

Wieder ein Blutbad im nigerianischen Jos: Zwei Bombenangriffe kurz hintereinander auf einem behelfsmäßigen Markt, der nach dem vergangenen Terrorüberfall vom Mai aufgemacht worden war. Damals gab es 130 Tote.

Jos liegt an einer Nahtstelle zwischen dem überwiegend muslimischen Norden und dem mehrheitlich christlichen Süden Nigerias - damit ein Brennpunkt der Konfrontation mit der islamistischen Terrorsekte Boko Haram. Auch diesmal fällt der Verdacht gleich auf die Extremisten. Mindestens 31 Menschen wurden getötet, die Zahl der Opfer könne noch weitaus größer werden, berichteten Rettungskräfte und Behörden vor Ort.

Das Blutbad ereignete sich auf einem improvisierten Markt nahe der Busstation der zentralnigerianischen Stadt, wie der Sprecher des Gouverneurs des Bundesstaats Plateau mitteilte. An gleicher Stelle waren ebenfalls bei einem doppelten Anschlag mit Autobomben vor sieben Monaten mindestens 130 Menschen mit in den Tod gerissen worden.

Im nordnigerianischen Kano wurde eine 13-Jährige mit einem Sprengstoffgürtel festgenommen. Wie aus Sicherheitskreisen verlautete, hatte sich das Mädchen am Mittwoch nur wenige Stunden nach einem Doppelanschlag durch zwei Selbstmordattentäterinnen verletzt in einer Klinik angemeldet. Demnach gehörte das Mädchen zur Gruppe der Attentäterinnen. Eine Krankenschwester berichtete, die Jugendliche sei in Begleitung eines etwa 30-jährigen Mannes gewesen. Beide wurden abgeführt.

Ein weiterer Überfall im nördlichen Bundesstaat Borno vom Mittwoch wurde erst jetzt bekannt. Mutmaßliche Mitglieder von Boko Haram töteten nach Angaben von Beamten und Augenzeugen elf Bewohner des Ortes Gajiganna. Zudem hätten sie jedes Haus in dem Ort in Brand gesteckt. "Unsere Stadt existiert nicht mehr", sagte der örtliche Regierungsbeamte Zarami Kolo.

SC/stu (afp, APE, dpa)