1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Diplomatie

USA warnen China wegen Nordkorea

Wenige Tage vor dem Treffen zwischen Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping erhöhen die USA den Druck auf China. Das Land müsse stärker auf Nordkorea und dessen Nuklearprogramm einwirken.

USA Nikki Haley UN-Sicherheitsrat (picture-alliance/AP Photo/R. Drew)

Nikki Haley, US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen

Die Botschafterin der USA bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, hat China aufgefordert mehr zu tun, um Nordkorea zum Stopp seines Atomprogramms zu bewegen. US-Präsident Donald Trump werde das Thema bei seinem Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping in der kommenden Woche ansprechen, sagte Haley.

Die US-Regierung habe "keine Geduld" für das "Katz-und-Maus-Spiel" Nordkoreas. Die USA könnten das Denken Nordkoreas nicht verändern, aber China könne das, sagte Haley weiter.

Nordkorea hatte im vergangenen Jahr zwei Atomtests durchgeführt. Außerdem testete Pjöngjang in dem Zeitraum 24 ballistische Raketen. In den USA wächst die Sorge, dass das kommunistische Land atomar bestückbare Raketen entwickelt, die den amerikanischen Kontinent erreichen können. China ist der engste Verbündete von Nordkorea und unterstützt das Land wirtschaftlich.

Trump erwartet "schwieriges" Treffen

Auch Donald Trump äußerte sich zu dem geplanten Treffen mit Xi Jinping. Dies werde "sehr schwierig" werden, schrieb Trump beim Kurzmitteilungsdienst Twitter. Mit Blick auf die US-Wirtschaft twitterte der US-Präsident, die USA könnten "massive Handelsdefizite" und "Arbeitsplatzabbau" nicht länger hinnehmen.

In seinem Wahlkampf hatte Trump der Volksrepublik vorgeworfen, Arbeitsplätze in den USA zu "stehlen" und die USA mit unfairen Handelspraktiken zu "vergewaltigen". Insbesondere der hohe Überschuss Chinas im bilateralen Handel erregte Trumps Zorn.

Auch nach seinem Wahlsieg im November dämpfte Trump dann seine chinakritische Rhetorik zunächst nicht. Er verurteilte den Herrschaftsanspruch Chinas über weite Teile des Südchinesischen Meeres und verärgerte Peking zudem, indem er einen Gratulationsanruf der Präsidentin von Taiwan annahm. Peking betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz.

Zuletzt schlug Trump jedoch versöhnlichere Töne an. Bei einem Telefonat mit Xi Mitte Februar versicherte er, dass die Vereinigten Staaten an der sogenannten Ein-China-Politik festhielten. Diese besteht darin, die Führung in Peking als alleinige Regierung Chinas anzuerkennen und mit der taiwanischen Regierung lediglich informelle Kontakte zu unterhalten.

cr/ww (afp, ap)