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Asien

USA sprechen Pakistan Beileid aus

Nach dem NATO-Angriff auf pakistanische Soldaten mit mindestens 24 Toten sind die USA um Schadensbegrenzung bemüht. US-Außenministerin Clinton sprach ihr Beileid aus. Pakistan hingegen geht auf Distanz.

Porträt US-Außenministerin Clinton (Foto: AP)

US-Außenministerin Clinton ist um Schadensbegrenzung bemüht

Nach dem Luftangriff auf pakistanische Soldaten im Grenzgebiet zu Afghanistan haben US-Außenministerin Hillary Clinton und Verteidigungsminister Leon Panetta der pakistanischen Regierung ihr "tiefstes Beileid" ausgesprochen. Die beiden Minister hätten ihre "volle Unterstützung" für eine "sofortige Untersuchung" des Vorfalls durch die NATO zugesichert, hieß es in einer in der Nacht zum Sonntag (27.11.2011) in Washington verbreiteten Erklärung. Nach dem Tod von mindestens 24 pakistanischen Soldaten nach dem Beschuss durch Hubschrauber hatte Pakistan seine gesamte Zusammenarbeit mit den USA und der NATO auf den Prüfstand gestellt.

Porträt von Pakistans Ministerpräsident Gilani (Foto: AP)

Pakistans Ministerpräsident Gilani geht auf Distanz

Pakistan will Zusammenarbeit mit den USA überprüfen

Clinton, der US-Kommandeur in Afghanistan, General John Allen, und Generalstabschef Martin Dempsey riefen ihre Kollegen in Pakistan auf, gemeinsam über die Lage zu beraten. Die NATO erklärte in einer ersten Stellungnahme, der Angriff sei "höchstwahrscheinlich" von NATO-Hubschraubern ausgegangen. Der pakistanische Ministerpräsident Yousuf Raza Gilani ließ nach einer Sondersitzung mit Regierungs- und Militärvertretern am Samstag mitteilen, dass alle "diplomatischen, politischen, militärischen und geheimdienstlichen" Programme, Aktivitäten und Absprachen mit den USA und der NATO überprüft werden sollten.

Demonstranten mit Protestbanner (Foto: AP)

In Lahore gingen die Menschen nach dem Angriff empört auf die Straße

NATO-Kampfhubschrauber hatten nach Angaben der pakistanischen Streitkräfte am Samstagmorgen zwei Militärposten in der Stammesregion Mohmand an der Grenze zu Afghanistan beschossen. Dabei kamen mindestens 24 Soldaten ums Leben, teilweise seien sie im Schlaf getötet worden, teilten überlebende Offiziere mit.

Umstrittene Drohnen

US-Drohne (Foto: AP)

Die USA schicken immer wieder Drohnen ins pakistanische Grenzgebiet

Als erste Reaktion auf den Angriff sperrte Pakistan am Samstag die Grenze für NATO-Nachschubtransporte nach Afghanistan. Außerdem forderte die Regierung in Islamabad laut einem Bericht des Senders CNN die USA auf, die Flugbasis in Shamsi im Südwesten des Landes innerhalb von 15 Tagen zu räumen. Von der Basis aus fliegen die US-Streitkräfte Drohnenangriffe auf mutmaßliche Taliban-Stützpunkte im Lande. Der Drohneneinsatz ist in Pakistan sehr umstritten.

Autor: Annamaria Sigrist (dapd, dpa, rtr)

Redaktion: Reinhard Kleber

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