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Syrien-Krieg

USA bombardieren regimetreue syrische Truppen

Weil die regierungstreuen Milizen immer näher auf einen Stützpunkt zurückten, griff die US-Luftwaffe sie an - so die offizielle Darstellung. Einen Strategiewechsel für den Krieg in Syrien bedeutet das laut den USA nicht.

In einer Mitteilung der von den USA angeführten internationalen Militärallianz in Syrien hieß es, man habe "regimefreundliche Kräfte" angegriffen. Diese hätten sich dem Militärstützpunkt Tanf, der sich nahe der Grenze zu Jordanien befindet, gefährlich genähert. Dort sind auch US-Soldaten stationiert.

Warnungen zwecklos

Alle Versuche, den sehr großen Konvoi an seiner Weiterfahrt zu hindern, seien vergeblich gewesen, erklärte die US-geführte Koalition. Zunächst habe man die mit den syrischen Regierungstruppen verbündeten russischen Streitkräfte kontaktiert. Diese hätten daraufhin versucht, die regimefreundlichen Truppen aufzuhalten - allerdings ohne Erfolg. Auch auf Warnschüsse hätten die Milizen nicht reagiert und der Konvoi seine Fahrt fortgesetzt. Daraufhin habe ein Kommandeur angeordnet, die Militärfahrzeuge zu bombardieren.

Laut Angaben von Aktivisten wurden bei dem Angriff acht Menschen getötet. "Die meisten der Getöteten gehörten zu Milizen, die loyal zum syrischen Regime waren, und sind keine Syrer", sagte der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman,

Keine neue Rolle für die USA

Der Chef des Pentagon in Washington, James Mattis, betonte nach dem Angriff, dieser bedeute nicht, dass die USA sich künftig stärker in Syrien engagiere. "Wir werden unsere Rolle im syrischen Bürgerkrieg nicht vertiefen, aber wir werden unsere Truppen verteidigen", erklärte Mattis. "Dass wir uns verteidigen, wenn aggressiv gegen uns vorgegangen wird, ist eine Politik, die wir bereits seit Langem verfolgen."

Die US-geführte Koalition fliegt seit 2014 Luftangriffe auf die Terrormiliz "Islamischer Staat" in Syrien. Sie setzt dabei auf die Unterstützung syrischer Rebellen, während Russland die Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad unterstützt.

nin/ww (dpa, afp, rtr)