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Kampf gegen den IS

USA beginnen mit Waffenlieferung an kurdische Kämpfer

Die US-Regierung hat mit der Lieferung von Kleinwaffen an kurdische Streitkräfte begonnen, die in Nordsyrien gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) kämpfen. Die Entscheidung sorgt für Ärger mit Ankara.

Syrien SDF Kämpfer in Tabka (Getty Images/AFP/D. Souleiman)

Ende April nahmen die Syrischen Demokratischen Streitkräfte die rund 55 Kilometer von Rakka entfernte Stadt Tabqa ein

Nach Angaben des Pentagon-Sprechers Eric Pahon handelt es sich bei der Lieferung an die kurdischen Einheiten der Rebellenallianz Syrische Demokratische Kräfte (SDF) um Kleinwaffen und Fahrzeuge. Dazu zählten Gewehre vom Typ AK47 und kleinkalibrige Maschinengewehre.

US-Präsident Donald Trump hatte die Waffenlieferungen Anfang Mai genehmigt und damit scharfe Kritik aus der Türkei ausgelöst. Präsident Recep Tayyip Erdogan bezeichnete die Zusammenarbeit mit den syrisch-kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Zeitung "Hürriyet" zufolge als "absolut inakzeptabel".

Über die US-Militärhilfe für die YPG streiten die Türkei und die USA seit Monaten. In der Türkei gilt die Miliz wegen ihrer engen Verbindung zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK als Terrorgruppe. Ankara befürchtet, dass Waffen für die YPG letztlich in den Händen der PKK landen und gegen die Türkei verwendet werden könnten. Die US-Regierung hingegen schätzt die YPG-Miliz als schlagkräftigen Verbündeten gegen den IS.

Rebellen rücken näher an Rakka heran

Nach übereinstimmenden Angaben rückte eine von den USA unterstützte syrisch-arabische Kampfeinheit am Dienstag näher an die IS-Hochburg Rakka in Nordsyrien heran. Die sogenannten syrischen Elitekräfte befinden sich nach Angaben eines Sprechers derzeit nur 400 Meter vom Vorort Al-Mischleb entfernt.

Ein Sprecher der oppositionellen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte sagte, dem Vormarsch seien schwere Luftangriffe der US-geführten Anti-IS-Koalition vorausgegangen. Die in Grobritannien ansässige Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netzwerk von Aktivisten vor Ort, weshalb sich ihre Angaben nur schwer überprüfen lassen.

hk/stu (afp, rtr)

 

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