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Kampf gegen Terrorismus

US-Luftwaffe tötet Mitglieder der Terrormiliz IS in Libyen

Die US-Luftwaffe hat IS-Extremisten in Libyen angegriffen. Es waren die ersten Luftschläge, seitdem US-Präsident Donald Trump im Amt ist. Die Dschihadisten sind in ihren versteckten Stellungen schwer zu fassen.

Ein startendes Militärflugzeug von einem Flugzeugträger (Foto: Getty Images)

Ein US-Kampfflugzeug der Anti-IS-Koalition im Mittelmeer (Archivbild)

Die USA haben nach eigenen Angaben bei Luftschlägen in Libyen mehrere Mitglieder der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) getötet. Wie das Afrikakommando der Streitkräfte (Africom) nun mitteilte, griff das US-Militär in Abstimmung mit der libyschen Einheitsregierung die Extremisten bereits am Dienstag etwa 160 Kilometer südöstlich der Hafenstadt Sirte an.

Schon am vergangenen Freitag hatten die USA nach eigener Darstellung mehrere IS-Kämpfer getötet. Am Sonntag hatte das Pentagon die ersten Luftangriffe auf Libyen angekündigt, seitdem Trump im Amt ist. Die letzten bekannten US-Luftschläge hatten im Januar stattgefunden und hatten auf zwei Camps des IS gezielt. Dort - so die Vermutung - habe der "Islamische Staat" Angriffe auf Europa geplant. 

Sirte galt lange als heimliche Hauptstadt des IS in Libyen. Die Extremisten hatten den Geburtsort des ehemaligen Langzeitmachthabers Muammar al-Gaddafi Anfang 2015 eingenommen. Im vergangenen Dezember eroberten libysche Milizen, die mit der von den UN unterstützten Einheitsregierung in der Hauptstadt Tripolis verbündet sind, die Stadt zurück.

Vertrieben, aber nicht geschlagen

Die USA begleiteten die Operation mit Luftangriffen. Der IS kontrolliert seitdem kein Territorium mehr in dem tief gespaltenen Bürgerkriegsland. Trotzdem befinden sich dort noch viele Zellen der Dschihadisten.

Nach Angaben von Africom nutzen der IS und Al-Kaida Bereiche aus, die nicht unter Regierungsgewalt stehen. Dort hätten sie Zufluchtsorte gefunden, an denen sie Terrorangriffe vorbereiten und koordinieren und Kämpfer rekrutieren. Nach Informationen eines Staatsanwalts in Tripolis, hat die Terrormiliz inzwischen eine Wüstenarmee gebildet.

Libyen ist eines der Haupttransitländer für Flüchtlinge aus Afrika auf ihrem Weg nach Europa. Die italienische Marine unterstützt die libysche Küstenwache dabei, Flüchtlinge abzufangen, bevor sie internationale Gewässer erreichen. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty Deutschland kritisieren, dass Flüchtlinge in das nordafrikanische Land zurückgebracht würden, obwohl dort schwere Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung seien.

ust/haz (dpa, afp, rtr)

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