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Aktuell Welt

US-Botschaft in Tripolis evakuiert

Die UN haben bereits ihre Mitarbeiter außer Landes gebracht. Wegen anhaltender Kämpfe in Tripolis schließt das US-Außenministerium nun auch seine diplomatische Vertretung in der libyschen Hauptstadt.

Die USA haben das Botschaftspersonal aus Tripolis abgezogen. Das US-Außenministerium begründete diesen Schritt mit der Sicherheitssituation in der libyschen Hauptstadt. Es sei eine "vorübergehende" Maßnahme, bis die Lage sich wieder verbessere. Das Personal wurde in einer fünf Stunden langen Fahrt nach Tunesien gebracht. Die Mitarbeiter sollen übergangsweise von Washington und anderen Orten in der Region aus weiterarbeiten.

In Tripolis finden zurzeit Gefechte zwischen rivalisierenden Milizen statt. Es handelt sich vor allem um ehemalige Revolutionsbrigaden, die 2011 am Sturz des langjährigen Diktators Muammar al-Gaddafi beteiligt waren. Sie weigern sich bis heute, ihre Waffen abzugeben und kämpfen um die Macht und die Kontrolle einzelner Städte.

Einer der Schauplätze des Konfliktes ist der internationale Flughafen in der libyschen Hauptstadt. Dutzende Menschen kamen bei den Gefechten ums Leben und zahlreiche Flugzeuge wurden zerstört. Das Gebäude der US-Botschaft befindet sich in der Nähe des Flughafens.

Libyen Gefechte am Flughafen in Tripolis 16.07.2014 (Foto:dpa)

Der Flughafen in Tripolis

Auch UN haben Mitarbeiter evakuiert

Die Botschaft habe einfach nicht mehr "sicher operieren" können, zitierte der US-Nachrichtensender CNN US-Beamte. Deshalb wurde die Evakuierung der etwa 150 Angehörige, die in der Nacht zum Samstag stattfand, angeordnet. Wegen der anhaltenden Kämpfe in Tripolis hatten vor knapp zwei Wochen die Vereinten Nationen die Mitarbeiter der UN-Mission (Unsmil) aus der Stadt gebracht.

In den USA ist noch die Erinnerung an die Ermordung des Botschafters Chris Stevens und drei US-Mitarbeiter frisch. Die vier Personen wurden am 11. September 2012 bei einem Angriff radikaler Islamisten auf das US-Konsulat in Bengasi getötet.

zam/re (afp, dpa, rtr)