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Aktuell Afrika

UN ziehen Personal aus Libyen ab

Wegen der neuen Kämpfe um den Flughafen Tripolis stellt die UN-Mission im Lande vorübergehend ihre Arbeit ein. UN-Generalsekretär Ban äußerte sich besorgt über die "dramatische Zunahme der Gewalt".

Der internationale Flughafen in der libyschen Hauptstadt Tripolis steht weiterhin unter Beschuss. In der Nacht zu Dienstag schlugen nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Lana mehrere Dutzend Raketen ein, sie trafen Gebäude und Passagierflugzeuge. Mittlerweile sind 90 Prozent aller Maschinen sowie der Tower beschädigt, wie die libysche Regierung mitteilte. Laut dem Nachrichtenportal Libya Herald wurden zudem 15 Menschen getötet, 70 verletzt.

Rivalisierende Milizen hatten sich das Wochenende über heftige Gefechte um den Flughafen geliefert. Der Flugverkehr wurde am Sonntag für mindestens drei Tage eingestellt, laut Regierung wurden mehrere Menschen getötet. Bei den rivalisierenden Milizen handelt es sich um ehemalige Revolutionsbrigaden, die 2011 am Sturz des Diktators Muammar al-Gaddafi beteiligt waren. Sie weigern sich jedoch, ihre Waffen abzugeben, und kämpfen um die Vorherrschaft.

Vereinte Nationen ziehen ab

Angesichts der Gewalt in Libyen ziehen die Vereinten Nationen bis auf Weiteres ihr gesamtes Personal ab. "Nach den jüngsten Kämpfen am Sonntag und wegen der Schließung des internationalen Flughafens von Tripolis" sei es derzeit "nicht möglich, die Arbeit fortzusetzen", teilte die UN-Mission in Libyen (Unsmil) mit. Der Abzug sei aber nur vorläufig.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich "äußerst besorgt" über die "dramatische Zunahme der Gewalt" in Tripolis. "Solche Aktionen machen die Opfer sinnlos, die so viele Libyer während der Revolution gebracht haben, um einen Rechtsstaat zu errichten", erklärte Ban in New York. Aufgabe der United Nations Support Mission in Libyen ist es, das nordafrikanische Land nach dem Sturz von Gaddafi zu stabilisieren und bei der Demokratisierung zu helfen.

det/jj (afp, dpa, rtr)

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