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Syrien-Konflikt

US-Außenminister Rex Tillerson trifft russischen Kollegen Sergej Lawrow

Fünf Tage nach dem US-Angriff auf eine syrische Militärbasis besucht US-Außenminister Tillerson seinen russischen Kollegen Lawrow in Moskau. Kann er die Differenzen in der Haltung zu Syrien überbrücken?

Der russische Außenminister Sergej Lawrow startete das Treffen mit seinem amerikanischen Kollegen Rex Tillerson gleich mit einer Warnung vor weiteren Militärschlägen in Syrien: "Wir halten es für einen wichtigen Grundsatz, solche Risiken und zukünftige Wiederholungen solcher Aktionen nicht zuzulassen." Moskau wolle erfahren, was die Strategie der USA im Syrien-Krieg sei, fügte er hinzu.

US-Präsident Donald Trump hatte vergangene Woche eine syrische Militärbasis beschießen lassen als Vergeltung für einen mutmaßlichen Giftgasangriff der Regierungstruppen auf die eigene Bevölkerung.

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Heikle Mission: Tillerson in Moskau

Tillerson sprach laut russischen Agenturberichten von "scharfen Meinungsverschiedenheiten" mit Moskau. Sein Besuch solle aber dazu dienen, die unterschiedlichen Ansichten besser zu verstehen und nach Wegen zu suchen, sie zu überbrücken.

Der ehemalige Ölmanager mit langjährigen Kontakten nach Moskau ist das erste Mitglied von Trumps Führung, das Russland besucht. Nach seinem Gespräch mit Lawrow wurde er im Kreml von Präsident Wladimir Putin empfangen. Die beiden kennen sich aus Tillersons Zeit als Exxon-Mobil-Chef.

Putin: Beziehungen zu USA verschlechtert

Putin stellte in einem Fernsehinterview fest, das Vertrauen zwischen den Regierungen beider Länder habe seit dem Amtsantritt Trumps abgenommen. Auf der Arbeitsebene und insbesondere auf der militärischen Ebene sei es nicht besser geworden, sondern habe sich eher verschlechtert, so Putin. Dabei kritisierte er, dass sich die NATO-Mitgliedsländer bei dem US-Angriff in Syrien hinter Trump gestellt hätten. Zugleich bekräftigte Putin, dass es für eine Schuld Syriens an dem Chemiewaffenangriff keine Beweise gebe.

Trotz des gespannten Verhältnisses zu Trump hatten die NATO und die Siebenergruppe führender Industrienationen (G7) Verständnis für sein Vorgehen geäußert. Das ist auch die Haltung der deutschen Bundesregierung.

uh/se (dpa, afp, rtr)

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