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Sport-News

Uruguay und Argentinien wollen WM 2030

Es ist offiziell: Die zwei südamerikanischen Länder Uruguay und Argentinien wollen sich gemeinsam für die Austragung der Fußball-Weltmeisterschaft 2030 bewerben. Die WM würde damit an ihren Ursprungsort zurückkehren.

Fußball WM Qualifikation Argentinien - Uruguay (picture-alliance/dpa/N. Aguilera)

Im September 2016 waren Uruguay (l.: Diego Godin) und Argentinien (Lionel Messi) noch erbitterte Gegner im Qualifikationsspiel für die WM 2018 in Russland. Jetzt wollen sich die Länder gemeinsam für die WM 2030 bewerben.

Es wäre ein symbolträchtiges Jubiläum: 100 Jahre nach der WM-Premiere 1930 in Montevideo, der Hauptstadt Uruguays, will das Land gemeinsam mit Nachbar Argentinien die WM 2030 erneut austragen. Dies hat Uruguays Regierungschef Tabare Vazquez vor einem Besuch seines argentinischen Kollegen Mauricio Macri am 30. August angekündigt.

Das Finale der ersten Weltmeisterschaft 1930 hatte Uruguay mit 4:2 gewonnen - ausgerechnet gegen Argentinien. Nun bewerben sich die beiden Finalisten von damals also für eine gemeinsame WM - mit Spielorten in beiden Ländern. Bereits 1978 war Argentinien schon einmal Gastgeber einer WM. Mit der Endrunde 2014 in Brasilien ist Südamerika insgesamt zum fünften Mal WM-Ausrichter gewesen. 

Beide Regierungschef kommen aus der Fußball-Branche

Bereits seit Beginn des vergangenen Jahres arbeiten die beiden Regierungschefs der südamerikanischen Länder intensiv an einer Bewerbung. "Wir bekräftigen, dass wir eng zusammenarbeiten, um die Organisation der WM 2030 in Uruguay und Argentinien anzustreben", hatte Macri damals erklärt.

Argentinien Uruguay Tabare Vazquez und Mauricio Macri (picture-alliance/AP Photo/N. Pisarenko)

Bald gemeinsame WM-Gastgeber? Der Präsident von Uruguay, Tabaré Vázquez (l.), auf einer Pressekonferenz im Oktober 2016 mit Argentiniens Regierungschef Mauricio Macri.

Interessant hierbei: Sowohl Macri als auch Vázquez stiegen in die Politik ein, nachdem sie erfolgreich den Vorsitz von Fußballvereinen ausgeübt hatten. Der Sozialist Vázquez führte den Verein Club Atlético Progreso zu seiner ersten Meisterschaft, während der konservative Macri an der Spitze von Boca Juniors 17 Meistertitel des populärsten Verein Argentiniens feierte.

Die WM 2018 wird in Russland ausgetragen, das Turnier 2022 in Katar. Der Ausrichter der WM-Endrunde 2026 wird im Mai 2020 verkündet. Dabei sind Bewerbungen aus Europa und Asien, also den ausrichtenden Kontinentalverbände der kommenden beiden Ausgaben, zunächst nicht zugelassen. Als Kandidaten haben sich die USA, Kanada und Mexiko in einer Dreier-Bewerbung sowie Marokko in Stellung gebracht. Eine Bewerbung aus Südamerika für 2030 dürfte demnach wieder starke Konkurrenz aus Europa erfahren.

mvl/sw (sid, dpa)

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