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Reise

Urlaubsoase in der Ostsee

Ein Kleiderbügel als Wahrzeichen, ein U-Boot an Land und Getreide-Silos zum Klettern – die Ostseeinsel Fehmarn wartet mit Besonderheiten auf.

Luftaufnahme vom nördlichen Teil der Insel. (Foto: dpa)

Fehmarn (unten) und Dänemark trennt der Fehmarnbelt

Dass die Ferien tatsächlich beginnen, weiß man, wenn man mit dem Auto über die knapp 900 Meter lange Fehmarnsundbrücke fährt. Unter der Brücke fahren Segelschiffe durch den Sund, oberhalb recken sich die Stahlträger in den blauen Himmel. Die Brücke mit der Form eines Kleiderbügels gilt als das Wahrzeichen der Insel.

"Sonneninsel" auch für Landratten

Landzunge mit weißem Sandstrand und drei Hotel-Hochäusern.

Fehmarns Aushängeschild: Der Südstrand

Mit rund 1900 Sonnenstunden im Jahr wird Fehmarn auch die "Sonneninsel" genannt. Die Insel ist vor allem für Wassersportler ein beliebtes Reiseziel. Zahlreiche Surfer und Kitesurfer zeigen auf der rauen Ostsee ihr Können. Aber auch für "Landratten" kommt auf der Insel keine Langeweile auf. Das flache Land lädt zum Fahrrad fahren ein. In fast jeder der 42 Ortschaften der Insel können Fahrräder ausgeliehen werden. Mit rund 185 Quadratkilometern ist Fehmarn etwa doppelt so groß wie Sylt und bietet damit 78 Kilometer Küstenlinie, die zu Fuß oder mit dem Rad bewältigt werden können.

Zu einer ordentlichen "Sonneninsel" gehören natürlich auch Strände. Davon gibt es insgesamt 17. Den mit dem feinsten Sand findet man am Südstrand von Burgtiefe. In anderen Orten wie Bojendorf besteht der Sand zur Hälfte aus Gestein. Und wen die Wassertemperatur von etwa 18 bis 20 Grad im Sommer nicht abschreckt, der wird sich auch von der guten Badewasserqualität überzeugen können.

Inselhauptstadt Burg

Die Hauptstadt der Insel ist Burg auf Fehmarn. Mit circa 6000 Einwohnern ist sie auch der größte Ort der Insel. Die kopfsteingepflasterte Hauptstraße von Burg ist gesäumt mit Geschäften, Cafés und Restaurants. Am Ende der beschaulichen Einkaufsstraße steht die St. Nikolai-Kirche. Sie stammt etwa aus dem Jahr 1230 und ist von einem kleinen Friedhof umgeben. Direkt neben der Kirche findet sich das Heimatmuseum. Dort geben Steinesammelungen Informationen zur Geologie der Insel. Objekte zur Regionalgeschichte, zum Handwerk sowie zur Seefahrt und zu Gilden bringen den Besuchern Fehmarns Wurzeln näher.

Submarine über dem Meer

U-Boot an Land (Foto: AP)

Die U-11 ist nun ein begehbares Ausstellungsstück

Im Süden Burgs liegt der Stadtteil Burgstaaken direkt am Hafen. Wenn die Fischkutter einlaufen, können Fische gleich fangfrisch vom Boot gekauft werden, was für Touristen immer ein Erlebnis ist. In Burgstaaken hat außerdem ein unübliches Boot seinen letzten Hafen gefunden. Seit 2002 lockt dort das ausgestellte U-Boot "U-11" viele Besucher an, egal ob kleine Leichtmatrosen oder erfahrene Seebären. Das U-Boot wurde von 1966 bis 1968 in Kiel gebaut und tat seinen Dienst bis 1998 im ersten U-Bootgeschwader. In dem engen Gang des Schiffs kann dessen Innenleben erkundet werden, von der Kombüse auf engstem Raum bis zur beengten Schlafmöglichkeit.

Am Seil hoch hinaus

Ein Junge klettert gesichert an einer Kletterwand. (Foto: AP)

Schon die Jüngsten wollen an der Silo-Kletterwand hoch hinaus

Für alle, die es lieber hoch hinaus zieht, als auf den Grund des Meeres, hat Burgstaaken auch etwas zu bieten. An still gelegten Getreide-Silos ließ der Windsurfer und Kletterer Roland Hain Klettergriffe anbringen. Auf verschiedenen Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden können sich Anfänger und Fortgeschrittene auf den Weg nach oben begeben – natürlich durch Seile gesichert. Auf 40 Metern Höhe, der höchsten Route, hat man nach einem anstrengenden Aufstieg einen lohnenden Ausblick über den Südstrand.

Das Highlight des Jahres ist aber das "Fehmarn Open Air"-Festival, das immer am ersten Septemberwochenende stattfindet. Das Festival wird zu Ehren Jimi Hendrix veranstaltet. Der legendäre Musiker gab nämlich 1970 am Flüggerstrand sein letztes Konzert vor seinem Tod am 18. September.

Ein Ausflug nach Dänemark

Ein Fährhafen (Foto: AP)

Die Autofähre bringt Touristen und Ausflügler nach Dänemark

Den Urlaubstag auf Fehmarn kann man mit einem Besuch in Puttgarden ausklingen lassen. Hier ist der Fährhafen, von dem mehrmals täglich die Fähren nach Dänemark auf der so genannten Vogelfluglinie auslaufen. Im "Port-Center" können sowohl deutsche als auch skandinavische Leckereien gekauft werden. Ein Tagesausflug nach Dänemark lohnt sich auch, die Überfahrt ins dänische Rødbyhavn dauert etwa 45 Minuten. Man kann aber auch einfach auf der Mole sitzend den ankommenden und abfahrenden Fährgästen zuwinken. Dies ist jedoch nur noch bis 2018 möglich, denn dann soll eine 19 Kilometer lange Brücke über den Fehmarn-Belt den Fährverkehr ersetzen.

Autorin: Jennifer Lepies

Redaktion: Pia Gram

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