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Sport

Und nun, DFB?

Nach der Absage von Otto Rehhagel für das Amt des Bundestrainers gehen dem DFB allmählich die Kandidaten aus: Nun sind es nur noch zwei: Guus Hiddink - und Lothar Matthäus.

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Otto Rehhagel sagt ab

Nach Ottmar Hitzfeld hat auch Otto Rehhagel dem Deutschen Fußball-Bund am Samstag (10.7.) überraschend einen Korb gegeben und auf das Amt des Bundestrainers verzichtet. Anscheinend kann auch der inzwischen in die Trainersuche involvierte "Kaiser" nicht zaubern: In einem Telefongespräch mit DFB-Vize Franz Beckenbauer teilte der Trainer von Europameister Griechenland mit, dass er nicht zur Verfügung stehe. Rehhagel erklärte, er stehe beim griechischen Fußballverband im Wort, habe sich in drei Jahren dort etwas aufgebaut und möchte seinen bis zur WM 2006 laufenden Vertrag erfüllen.

Dabei verzichtet Rehhagel auf einen Batzen Geld: In Griechenland verdiente der 65-Jährige zuletzt 600.000 Euro, beim DFB hätte er bis zur WM 2006 angeblich 5 Millionen Euro als Gehalt kassiert

"Durch dick und dünn"

Der griechische Fußballverband (EPO) hat die Entscheidung Otto Rehhagels, Trainer des Europameisters zu bleiben, erleichtert begrüßt. "Otto Rehhagel hält sein Wort. Ich wusste es", sagte EPO-Präsident Wassilios Gagatsis dem Nachrichtensender "Flash" am Samstagabend. Rehhagel werde in Griechenland bleiben, nicht weil er einen Vertrag mit der EPO hat, "sondern weil wir gemeinsam durch dick und dünn gegangen sind", fügte er hinzu.

Darauf ein Bier

Mit Begeisterung reagierten auch Radio- und Fernsehsender des Landes. "Rehhagel hält sein Wort. Wir haben nie daran gezweifelt", hieß es im griechischen Fernsehsender Antenna am Samstagabend. Auch der Rundfunksender "Erasport" unterbrach sein Programm und berichtete: "Rehhagel bleibt. Wir können uns jetzt auf die WM-Qualifikation konzentrieren. Wir werden ein Bier darauf trinken."

Zuvor hatten einige Mitglieder des Vorstandes des griechischen Fußballverbandes verlauten lassen, dass Otto Rehhagel "zu weit gegangen" sei, indem er eine Woche lang die "Gerüchteküche kochen ließ". Der griechische Fußballverband plante nach Berichten des staatlichen Fernsehens (NET) sogar ein Ultimatum an Rehhagel.

Da waren`s nur noch zwei

Hiddink am Ball

Hiddink am Ball

Nach der Absage der beiden Topkandidaten Hitzfeld und Rehhagel sind nun von den kolportierten Trainern nur noch der Niederländer Guus Hiddink und Rekordnationalspieler Lothar Matthäus im Rennen. Für Hiddink, der Südkorea bei der WM 2002 überraschend bis ins Halbfinale geführt hatte, spricht seine internationale Erfahrung - in der Branche wird aber gemunkelt, dass der bis 2007 in Eindhoven vertraglich gebundene Trainer nur deswegen noch nicht abgesagt habe, weil er noch gar nicht gefragt wurde. Matthäus, aktueller Nationaltrainer Ungarns, fehlt hingegen nach allgemeiner Auffassung die Reputation für das Amt. (sams)

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