1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Nahost

Tutanchamun: Der Bart war ab

Ist die berühmteste Totenmaske der Weltgeschichte nun beschädigt, oder nicht? Gerade erst hatte man in Kairo alle Gerüchte um den Bart des Pharaos dementiert, da meldet sich ein deutscher Experte zu Wort.

Es ist eine weitere Volte im Fall Tutanchamun: Der auf Metall spezialisierte deutsche Konservator Christian Eckmann hat bestätigt, dass der Bart der berühmten Totenmaske des Pharao nun doch beim Reinigen abgebrochen und wieder angeklebt wurde. Eckmann habe die Maske untersucht und die Schäden bestätigt, berichtet die ägyptische Staatszeitung "Al-Ahram".

Der Experte war vom Antikenministerium mit der Aufgabe betraut worden, nachdem Medien vergangene Woche über die Beschädigung der Maske berichtet hatten. Es bestehe jedoch keine Gefahr für die Maske, sagte Eckmann nach Angaben von "Al-Ahram" auf einer im Ägyptischen Museum in Kairo abgehaltenen Pressekonferenz. "Die Eingriffe lassen sich beheben." Der Zwischenfall habe sich bereits im vergangenen Jahr ereignet.

Zu grob geputzt?

Medien hatten berichtet, dass beim Säubern der Tutanchamun-Maske im Museum der Bart abgebrochen und anschließend mit Epoxidharz wieder angeklebt worden war. Ein Restaurator im Museum, der anonym bleiben wolle, soll dies dem Portal "Ahram online" bestätigt haben. Die britische BBC zeigte daraufhin Bilder, auf denen zwischen dem Kinn und dem Bart der Maske eine helle Masse schimmert.

Am Freitag hatten Regierungskreise in Kairo noch dementiert, dass es eine Beschädigung gegeben habe. Auch Museumsdirektor Mahmud al-Halwagi betonte bei "Ahram online", dass mit der Maske nichts derartiges passiert sei, seit er im Oktober sein Amt übernommen habe. Der Bart sei noch in der Position wie im Jahr 1922, als die Maske im Grab Tutanchamuns im "Tal der Könige" bei Luxor gefunden worden sei. Auch Altertümerminister Mamduh al-Damati dementierte den Angaben nach die Berichte. Doch nun hilft kein Dementi mehr.

rb/cr (dpa)

Die Redaktion empfiehlt