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USA

Trump will Green Card-"Wahnsinn" stoppen

Als Reaktion auf die Terrorattacke von New York möchte der US-Präsident die Möglichkeit abschaffen, über eine Lotterie an eine Aufenthaltserlaubnis zu kommen. Und klar wird: Der Attentäter ließ sich wohl vom IS leiten.

Donald Trump drängt nach dem Anschlag mit acht Toten in Manhattan auf eine Änderung der Visa-Politik der Vereinigten Staaten. Der Terrorist sei durch die Green-Card-Lotterie in das Land gekommen, erläuterte der US-Präsident in Washington. Er werde den Kongress umgehend auffordern, die Lotterie zu beenden.

"Wir müssen VIEL härter werden (und klüger)", hatte Trump zuvor auf Twitter gefordert. "Wir müssen diesen Wahnsinn stoppen." Er wolle stattdessen ein Migrationssystem, das sich an den beruflichen Fähigkeiten der Bewerber ausrichte, betonte der Präsident.

Donald Trump spricht während einer Kabinettssitzung im Weißen Haus (Reuters/K.Lamarque )

Kabinettssitzung im Weißen Haus: Trump (M.) will hart durchgreifen

Die Verlosung verschafft bisher jährlich zehntausenden Ausländern aus aller Welt einen dauerhaften Aufenthaltsstatus mit Arbeitserlaubnis in den USA. Davon profitieren auch etliche Deutsche.

"Anleitungen des IS befolgt"

Gegen den mutmaßlichen Attentäter wurde unterdessen ein Strafantrag wegen Unterstützung einer Terrororganisation gestellt, wie die zuständige Staatsanwaltschaft bestätigte. In Gerichtsunterlagen heißt es, der 29-Jährige sei von Videos der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zu der Tat inspiriert worden. Vor etwa zwei Monaten habe er sich dazu entschieden, einen Truck dazu zu nutzen. Er habe dabei so viele Menschen töten wollen wie möglich, heißt es in den Unterlagen weiter.

Es scheine so, als habe der Täter "Anleitungen des IS fast auf den Punkt genau befolgt", sagte Vize-Polizeichef John Miller. Am Tatort seien auch auf Arabisch verfasste, handschriftliche Notizen gefunden worden. Kern dieser Botschaften sei gewesen, dass der "Islamische Staat" für immer fortleben werde.

Bei dem Anschlag waren am Dienstagnachmittag (Ortszeit) acht Menschen getötet und elf weitere verletzt worden, als der Usbeke mit dem gemieteten Kleintransporter zahlreiche Menschen auf einem Radweg umfuhr und schließlich mit einem Schulbus kollidierte. Als er aus dem Pick-up-Truck floh, wurde er von einem Polizisten niedergeschossen, festgenommen und in ein Krankenhaus gebracht.

USA New York - Nach dem Autoanschlag in Manhattan - Halloween-Anschlag (Getty Images/J. Moore)

Der Tatort in New York: Radweg an der "Westside" von Manhattan

Weitere Erkenntnisse erhoffen sich die Ermittler von der Vernehmung eines zweiten Usbeken. Der 32-Jährige sei bereits kurz nach Veröffentlichung eines Fahndungsplakats aufgespürt worden, teilte die Bundespolizei FBI mit. Aus Ermittlerkreisen verlautete, er habe - wie auch eine weitere Person - in Kontakt mit dem 29-jährigen Täter gestanden.

wa/cw (dpa, rtr)

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