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USA

"Feiger Terrorakt" schockt Manhattan

Ein Pick-up-Truck rast im Herzen der US-Millionenmetropole New York durch Fußgänger und Fahrradfahrer - acht sterben, etliche sind verletzt. Präsident und Bürgermeister sind sich sicher: Es war Terror.

Der Attentäter ist mit seinem gemieteten Kleinlaster über einen Fußgänger- und Radweg im Südwesten Manhattans gerast, nicht weit entfernt von der Gedenkstätte für die Terroropfer vom 11. September 2001. Acht Menschen fuhr er dabei zu Tode, elf weitere sind verletzt. Zahlreiche Straßenblocks weiter habe er einen Schulbus gerammt und sei dann mit seinem Fahrzeug zum Stehen gekommen, berichtet die Polizei.

Anschließend stieg er aus dem Auto, rief "Allahu Akbar" (arabisch für "Gott ist groß") und hielt zwei Waffen hoch, die sich im Nachhinein als ungefährlich herausstellten. Ein Polizist schoss dem Mann in den Bauch, er ist festgenommen und wird derzeit medizinisch versorgt. Unter den Toten sind fünf Personen aus Argentinien und eine Belgierin, zu den Verletzten zählt auch eine Deutsche. 

 Usbekistan bietet den USA Unterstützung an

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio sprach von einem "feigen Terrorakt". Der Fahrer des Pick-up-Trucks sei ein 29 Jahre alter Mann, der nicht aus New York stamme. Nach Medienberichten soll es sich um einen Usbeken handeln, der 2010 in die USA kam und legal mit einer Green Card in dem Land lebte. Sein Name wird mit Sayfullo S. angegeben. Er soll zuletzt in New Jersey gewohnt haben. Die "New York Times" berichtet, der Usbeke habe für den Fahrdienstvermittler Uber gearbeitet.

Usbekistan hat den USA bereits Unterstützung angeboten. Sein Land werde alle Ressourcen nutzen, um bei den Ermittlungen zu helfen, erklärt Präsident Schawkat Mirsijojew in einem Kondolenzschreiben an US-Präsident Donald Trump.

USA New York - Unruhen in Manhattan: Zerstörte Fahrräder (Reuters/B. McDermid)

Über zwanzig Straßenblocks raste der Täter auf dem Weg für Fußgänger und Radfahrer

Nach Angaben von Gouverneur Andrew Cuomo handelt es sich um einen Einzeltäter. Es gebe keine Hinweise auf eine andere akute Bedrohung in der Millionenmetropole. New York sei als weltweites Symbol der Freiheit getroffen worden, sagte Cuomo. "Seien Sie New Yorker! Leben Sie ihr Leben, lassen Sie ihr Leben nicht von anderen bestimmen", so der Gouverneur.  

Erster Terrorakt in Trumps Amtszeit?

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere sieht in dem Anschlag einen weiteren Beleg dafür, dass die westliche Welt gemeinsam im Fokus des islamistischen Terrorismus steht. "Wir werden uns dem in engem Schulterschluss gerade auch mit unseren amerikanischen Partnern mit aller Konsequenz entgegenstellen."

Die Gedanken seien bei den Opfern und ihren Familien, schreibt Regierungssprecher Steffen Seibert auf Twitter in englischer Sprache. "Von Berlin nach New York City: Wir stehen an Eurer Seite."

US-Präsident Donald Trump, der ebenfalls von Terror sprach, meldete sich rasch per Twitter zu Wort:

"Es sieht aus wie eine weitere Attacke einer sehr kranken und gestörten Person." Die Ermittler arbeiteten das Ereignis auf. "NICHT IN DEN USA!", beendete Trump seine erste Reaktion. Sollte sich die Einschätzung der Sicherheitsbehörden bestätigen, würde es sich um den ersten Terroranschlag in der Amtszeit von Präsident Trump handeln.

Der Republikaner hat sich vehement für eine Verschärfung der Einwanderungspolitik in den USA stark gemacht und dies damit begründet, dass er die Terrorgefahr für die USA als sehr konkret einschätze. Wenige Stunden nach dem Anschlag erklärte Trump, er habe gerade das Heimatschutzministerium beauftragt, "unser schon jetzt extremes Programm an Sicherheitsüberprüfungen zu intensivieren".

fab/wa (dpa, rtr, ap)