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USA

Trump: Es gibt keine "Tapes" vom Treffen mit Ex-FBI-Chef Comey

Der US-Präsident hat nach eigenen Angaben keine Aufnahmen seiner Gespräche mit dem damaligen FBI-Chef im Weißen Haus angefertigt. Das teilte Trump wie üblich auf Twitter mit. Comey hatte genau auf das Gegenteil gehofft.

US-Präsident Donald Trump und der damalige FBI-Chef James Comey am 22. Januar im Weißen Haus (Foto: Getty Images/A. Harrer)

Ein Bild aus - vielleicht - besseren Tagen: Trump und Comey am 22. Januar im Weißen Haus

Über solche Aufnahmen wird seit Wochen spekuliert, Donald Trump hatte das Thema damals selbst in die Welt gesetzt - ebenfalls auf Twitter. Nun schrieb der US-Präsident, angesichts breiter elektronischer Überwachung und des illegalen Weitergebens von Informationen wisse er nicht, ob von den Gesprächen mit dem damaligen FBI-Chef James Comey im Februar im Oval Office Aufzeichnungen existierten. Er habe jedenfalls keine gemacht, noch sei er in deren Besitz.

Trump hatte Comey am 9. Mai überraschend entlassen. Wenige Tage später hatte er Comey ominös gedroht, dieser möge "besser hoffen, dass es keine 'Bänder' von unseren Gesprächen gibt". Inwiefern der Inhalt dieser Unterredungen für Comey brisant sein könnte, deutete er damals aber nicht an. Der Ex-FBI-Chef sagte seinerseits Anfang Juni bei seiner Anhörung im Senat: "Herr im Himmel, ich hoffe, es gibt Aufzeichnungen!"

Brisant auch wegen Parallelen zu Watergate 

In seiner Aussage schilderte Comey, dass ihn Trump wegen der Russland-Ermittlungen bedrängt habe. Bei einem Vier-Augen-Gespräch im Februar im Oval Office soll der Präsident demnach dem FBI-Chef gesagt haben, er "hoffe", dass dieser die Ermittlungen gegen den am Tag zuvor zurückgetretenen Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn fallenlassen könne. Flynn gilt als Schlüsselfigur der Russland-Affäre. Er hatte den Hut nehmen müssen, weil er die Unwahrheit über seine Kontakte zum russischen Botschafter gesagt hatte.

Die Aufzeichnungen oder "Bänder" (tapes) spielten in der Diskussion über Comey und die dahinter liegende Russland-Affäre um eine Wahlbeeinflussung auch deswegen eine so große Rolle, weil sie eine mögliche Parallele der aktuellen Vorgänge zur Watergate-Affäre darstellten. Anfang der 1970er Jahre waren Aufzeichnungen von Gesprächen Präsident Richard Nixons im Weißen Haus aufgetaucht.

sti/uh (afp, dpa, rtr)

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