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Aktuell Welt

Tourismus-Messe ITB startet in Berlin

Gefüllte Urlaubskassen lassen die deutsche Tourismusbranche von neuen Rekorden träumen. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel stellt zum Auftakt der Fachmesse ITB klar: Reisen muss für alle bezahlbar sein.

Reisen dürfe nie wieder zu einem Privileg der Reicheren werden. "Urlaub ist ein Stück Lebensqualität", und es sei auch ein Aspekt sozialer Teilhabe, sagte Gabriel am Dienstagabend zur Eröffnung der Internationalen Tourismus-Börse ITB in Berlin. In Deutschland habe der Tourismus ein enormes Potenzial für Wachstum und Beschäftigung.

Die Branche steht laut Ministerium für eine Wertschöpfung von fast 100 Milliarden Euro und beschäftigt 2,9 Millionen Menschen. Ein Grund für die positive Entwicklung sei die gute Konjunktur, sagte Gabriel. "Die Deutschen sind gut gerüstet, auf Reisen zu gehen."

ITB-Partnerland in diesem Jahr ist Mexiko

Auf der ITB, die am Mittwoch zunächst für Fachbesucher öffnet, präsentieren mehr als 10.000 Aussteller aus 189 Ländern ihre Urlaubsangebote. Partnerland der ITB ist in diesem Jahr Mexiko. Tourismusministerin Claudia Ruiz Massieu versicherte, trotz des Drogenkriegs in Teilen des Landes sei Mexiko ein sicheres Reiseland. "Die Reiseziele in Mexiko sind in hohem Maße sicher, und die schlechten Nachrichten, die man hört, haben den Tourismus nicht behindert", betonte die Ministerin auf der Tourismus-Börse.

Eröffnung der Internationalen Tourismusbörse (ITB) Sigmar Gabriel

Mexikos Tourismusministerin Ruiz Massieu traf zur ITB-Eröffnung Wirtschaftsminister Gabriel

Der Präsident des Deutschen Reiseverbands, Jürgen Büchy zeigte sich zum Auftakt der Messe optimistisch. "Die Deutschen sitzen auf gepackten Koffern", so Büchy. Und: Die bisherigen Buchungen zeigten, dass die Deutschen mehr Geld für ihren Urlaub ausgeben wollten. "Die Bundesbürger buchen ihren Sommerurlaub sehr frühzeitig und sie fragen zunehmend besonders hochwertige Reiseangebote im oberen Preissegment nach."

Auch 2014 soll die Erfolgsgeschichte weitergehen

Dem Bundesverband der Tourismuswirtschaft (BTW) zufolge rechnet die Branche für 2014 mit einem Wachstum zwischen 1,5 und zwei Prozent. Der Tourismus bleibe eine einmalige Erfolgsgeschichte, sagte BTW-Präsident Michael Frenzel. Gedämpft werde die Euphorie aber von den weiter unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa. Mit der Dynamik der neuen Märkte in China, Indien und Russland könne Deutschland derzeit nicht mithalten.

Daher blieben die Prognosen auch deutlich unter denen der Welttourismus-Organisation (UNWTO), die bei weltweiten Touristenankünften ein Plus von bis zu 4,5 Prozent erwartet. Erst 2013 hatten die Bundesbürger den Reiseveranstaltern und -büros zu Bestmarken verholfen. Rund 40 Millionen professionell organisierte Reisen wurden verkauft. Mehr als zwei Drittel der Urlaube gingen ins Ausland. Doch auch der Deutschlandtourismus verzeichnete laut BTW mit rund 410 Millionen Übernachtungen im vergangenen Jahr einen Rekord.

haz/gri (dpa)

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