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Asien

Tote bei neuem Selbstmordanschlag in Kabul

Die Gewalt in Afghanistan reißt nicht ab. Bei der Explosion einer Autobombe in der Hauptstadt Kabul sind mindestens zwölf Zivilisten getötet worden. Mehr als 80 Menschen wurden verletzt.

Anschlagsort in Kabul (Foto: AP)

Seit den Präsidentenwahlen im August gab es in Kabul vier neue Anschläge

Unter den Verletzten befinden sich nach Angaben der Behörden auch afghanische Sicherheitskräfte. Der Anschlag ereignete sich am Donnerstag (08.10.2009) auf einer Geschäftsstraße zwischen der indischen Botschaft und dem Innenministerium in Kabul. Ein Sprecher des Innenministeriums erklärte, es handele sich um einen Selbstmordanschlag. Das Büro von Präsident Hamid Karsai verurteilte die Tat.

Die Detonation erschütterte im Umkreis etliche Gebäude, zahlreiche Fensterscheiben gingen zu Bruch, die Mauern von Geschäften stürzten ein. Viele Krankenwagen waren im Einsatz. Eine riesige dunkle Rauchwolke war am Himmel zu sehen. Zwei Geländewagen in der Nähe der Botschaft wurden schwer beschädigt, einer von ihnen war als UN-Fahrzeug gekennzeichnet.

Indien hält Botschaft für Anschlagsziel

Ort des Anschlags vom vergangenen Jahr (Foto: AP)

Bereits vor 15 Monaten gab es ein Blutbad vor der indischen Botschaft

Die indische Außenministerin Nirupama Rao sagte in Neu-Delhi, Ziel des Anschlags sei die Botschaft ihres Landes gewesen. Der Attentäter sei in seinem mit Sprengstoff beladenen Auto an die Botschaftsmauer herangefahren. Drei indische Soldaten, die die diplomatische Vertretung bewachten, seien von Splittern verletzt worden.

Die Botschaft liegt im stark gesicherten Regierungsviertel von Kabul. In dem Gebäude wurde allerdings nach Angaben des Botschafters Jayant Prasad niemand getötet.

Im Juli 2008 waren bei einem verheerenden Selbstmordanschlag vor der indischen Botschaft mehr als 60 Menschen getötet worden. Die Straße vor dem Gebäude ist seitdem gesperrt.

Autor: Thomas Grimmer (ap, afp, dpa)
Redaktion: Martin Muno

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