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Aktuell Afrika

Tote bei Kampf um Hotel in Mogadischu

Bei einem Anschlag der Al-Shabaab-Miliz auf ein Hotel in Somalia sind mehrere Menschen getötet worden. Die Extremisten lieferten sich stundenlang Gefechte mit den Sicherheitskräften.

Mindestens 17 Menschen wurden bei dem Angriff auf das Hotel in Somalias Hauptstadt Mogadischu getötet, mindestens 20 verletzt, wie ein Polizeioffizier mitteilte. Unter den Opfern des Anschlags in der somalischen Hauptstadt Mogadischu ist nach Regierungsangaben auch der somalische Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf, Yusuf Mohamed Ismail Bari-Bari. Die Polizei geht davon aus, dass bei dem Anschlag weitere Regierungsvertreter verletzt wurden. Die Angreifer verschanzten sich in dem Hotel und lieferten sich stundenlang Gefechte mit den Sicherheitskräften. Erst nach über zwölf Stunden gelang es dem Militär, das Gelände unter Kontrolle zu bringen.

Nach ersten Ermittlungen gab es am Freitagabend zwei Bombenexplosionen. Anschließend stürmten die Angreifer das bei Politikern und Unternehmern beliebte Hotel mit Maschinenpistolen. Viele Gäste waren dann zeitweise gefangen, darunter auch der somalische Botschafter in Deutschland, Mohamed Mohamud Tifow. Der Diplomat sagte der Deutschen Presse Agentur, dass mehrere Gäste aus den Fenstern des Maka-Almukarama Hotels gesprungen waren, um sich vor den Angreifern in Sicherheit zu bringen.

Al-Shabaab-Miliz steckt hinter Anschlag

Die islamistische Terrororganisation Al-Shabaab bekannte sich zu dem Anschlag. Die Gruppe gab zudem bekannt, dass bei der Belagerung des Hotels mehrere ihrer Kämpfer getötet wurden, andere aber hätten fliehen können. Die Gruppe hat Verbindungen zur radikal-islamischen Al-Kaida. Sie sorgt seit Jahren in Somalia für Angst und Schrecken, auch wenn sie zuletzt nach einer Militäroffensive der Afrikanischen Union und durch US-Drohnenangriffe in die Defensive geraten ist.

Die Terrorgruppe will die Regierung stürzen und die Scharia einführen. Auch im benachbarten Kenia und in anderen Ländern hat sie Anschläge verübt. 2011 wurde sie von einer afrikanischen Friedenstruppe aus Mogadischu verdrängt. Seitdem hat sie sich auf eine guerilla-ähnliche Taktik verlegt. Hotels gehören regelmäßig zu Al-Schabaabs Anschlagzielen.

hf/gmf (rtrd, afpd, dpa)