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Aktuell Nahost

Tote bei Demonstration im Irak

Mindestens 26 Menschen sind bei Zusammenstößen zwischen regierungsfeindlichen Demonstranten und der Polizei nahe der nordirakischen Stadt Kirkuk ums Leben gekommen. Etwa 70 Personen wurden verletzt.

Nach Angaben aus Militärkreisen hatten Soldaten ein Lager der sunnitischen Demonstranten in der Stadt Hawidscha gestürmt. Dabei habe es ein Gefecht gegeben, bei dem sechs Soldaten und 20 Demonstranten getötet worden seien, hieß es.

Das Verteidigungsministerium in der Hauptstadt Bagdad erklärte, die Soldaten hätten zurückgeschossen, als sie aus dem Lager der Demonstranten unter Feuer genommen worden seien. Demonstranten bestreiten dies und werfen den Regierungstruppen vor, auf die unbewaffnete Menge geschossen zu haben.

Regionalwahlen von Anschlägen überschattet

In mehreren irakischen Provinzen kommt es seit Dezember immer wieder zu Demonstrationen sunnitischer Muslime. Sie werfen der von Schiiten geführten Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki vor, sie zu benachteiligen.

Am Samstag hatten die Iraker zum ersten Mal seit dem Abzug der US-Truppen Ende 2011 wieder ihre Regionalparlamente gewählt. Insgesamt bewarben sich 8000 Politiker um 447 Sitze in den Provinzräten, die ihrerseits die Gouverneure bestimmen. 117 Sitze sind für Frauen reserviert. Mit den Ergebnissen wird noch diese Woche gerechnet. Während des Wahlkampfes war der Irak von einer Serie blutiger Terroranschläge erschüttert worden.

re/gmf (rtr, ap, dpa)