Todesstrafe für deutsche IS-Anhängerin im Irak | Aktuell Nahost | DW | 21.01.2018
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Deutsche Islamisten

Todesstrafe für deutsche IS-Anhängerin im Irak

Die Frau mit marokkanischen Wurzeln war von Deutschland aus nach Syrien und später in den Irak gereist, um sich der Terrororganisation "Islamischer Staat" anzuschließen.

Irak Bagdad Gerichtshof (picture-alliance/AP/K. Kadim)

Irakischer Gerichtshof in Bagdad

Ein Strafgericht in der irakischen Hauptstadt Bagdad (Artikelbild) hab die Deutsche zum Tod durch Erhängen verurteilt, weil sie sich der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) angeschlossen habe, so das Urteil laut Richter Abdel Settar Bairakdar. Dem Gericht zufolge soll die Dschihadistin in Übereinstimmung mit dem irakischen Anti-Terrorgesetz gehängt werden. Das Urteil kann noch angefochten werden.

Die Frau habe "logistische Unterstützung und Hilfe für die Terrorgruppe geleistet, um Verbrechen zu verüben", so der Richter. Genaue Angaben zur Identität der Frau wurden zunächst nicht gemacht. Sie soll aber ihre beiden Töchter in die Region gebracht haben und mit IS-Kämpfern verheiratet haben.

Nicht das erste Urteil

Im September hatte ein irakisches Gericht bereits einen Russen zum Tod durch Erhängen verurteilt, nach dem dieser für schuldig befunden worden war, für den IS gekämpft zu haben.

Im ehemaligen IS-Gebiet im Irak sitzen einige Frauen auch aus Deutschland im Gefängnis, darunter Minderjährige, die sich dem IS angeschlossen hatten und sich nun um eine Rückkehr nach Deutschland bemühen. Unter ihnen ist auch die Jugendliche Linda W. aus dem sächsischen Pulsnitz.

Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen hatte zuletzt eindringlich vor einer Gefahr durch islamistische Frauen und Kinder gewarnt - insbesondere durch jene, die aus früheren IS-Kampfgebieten zurückkehren.

fab/uh (afp, dpa)