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Filme

"The Witcher": Netflix verfilmt Hexer-Saga

Die Computerspielreihe "The Witcher" begeistert Scharen von Fans. Der letzte Teil der Reihe hält den Titel des meistprämierten Spiels aller Zeiten. Netflix widmet den Geschichten um den Hexer Geralt nun eine TV-Serie.

Monsterjäger, Zauberer, Schwerenöter - auf seinen Reisen durch eine fantastische Welt rückt Hexer Geralt von Riva zahlreichen Fabelwesen mit Schwert und Magie zu Leibe. Der grauhaarige Abenteurer verzaubert auf seinem Weg nicht nur gefräßige Monster, sondern auch die Damenwelt: Die meist kurzen Romanzen sind ein Markenzeichen des Protagonisten. Die Spielereihe basiert auf den Romanen aus der Feder Andrzej Sapkowskis. Dessen von Zwergen und Drachen bevölkertes Fantasy-Universum erinnert an die Welten von "Herr Der Ringe" und Co. 

Der US-amerikanische Streamingdienst Netflix und die polnische Produktionsfirma Platige Image kündigen nun ein gemeinsames Projekt an: Die Hexer-Geschichte bekommt ihre eigene TV-Serie. Als Produzenten wurden unter anderem Jason Brown ("Die Mumie", "Ben Hur") und Sean Daniel ("The Expanse") verpflichtet.

Plakat zum Computerspiel The Witcher auf der Gamescom Köln 2011 (DW)

Plakat zum Computerspiel "The Witcher" auf der Gamescom Köln 2011

Prämierte Vorlage

"Andrzej Sapkowski hat eine Welt erschaffen, die magisch und vertraut zugleich ist", so Netflix-Vizepräsident Erik Barnack. Buchautor Sapkowski zeigt sich ebenfalls begeistert: "Ich finde es großartig, dass Netflix meine Geschichten umsetzt und dem Material, an dem ich über 30 Jahre lang geschrieben habe, dabei treu bleibt." Der Autor steht den Produzenten als kreativer Berater zur Seite. Angelegt werden soll die Serie als Drama in mehreren Staffeln - sie wird zunächst auf englisch erscheinen. Welcher Schauspieler den charismatischen Hexer verkörpern wird, ist noch nicht bekannt. Mit "The Witcher" hat sich Netflix eine starke Marke für eine Verfilmung ausgesucht: Der aktuelle Teil der Reihe "The Witcher: Wild Hunt" ist das meistprämierte Videospiel aller Zeiten. 251 Preise vergab die Fachpresse für das Spiel - darunter besonders viele Auszeichnungen als "Spiel des Jahres".

Bild aus dem Film Super Mario Bros. (Picture alliance/United Archives/TBM)

In der ersten Videospielverfilmung aus dem Jahr 1993 kämpft Klempner Mario gegen das Böse

Ein Klempner gegen das Böse

 Verfilmungen erfolgreicher Games erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Im Januar erschien zuletzt der bereits sechste Teil der Horrorspiel-Verfilmung "Resident Evil" mit Milla Jovovich ("Das fünfte Element") in der Hauptrolle. Und sogar das milliardenfach heruntergeladene Handyspiel "Angry Birds" bekam 2016 eine Verfilmung spendiert. Hier wird der wütende Vogel Red zu einem Anti-Aggressionskurs verdonnert.

Die erste Videospielverfilmung mit realen Darstellern stammt aus dem Jahr 1993. Der Film "Super Mario Bros." widmet sich den Abenteuern des aus dem Hüpfspiel-Klassiker "Super Mario" bekannten Klempners. Die Darstellung des Videospielhelden entbehrt nicht einer gewissen Komik: mit roter Klempnerkluft, Schnauzbart und Pümpel kämpft er gegen das Böse.

Videospielverfilmungen: Eine Erfolgsgeschichte?

Der Film floppte an den Kinokassen - nicht zuletzt wegen seiner mangelnden Qualität. Ein Problem, mit dem viele Verfilmungen eigentlich erfolgreicher Videospiele zu kämpfen haben:

Angelina Jolie im Film Tomb Raider - Lara Croft (picture-alliance/dpa/Concorde)

Angelina Jolie als Videospielheldin Lara Croft im Film "Tomb Raider" (2001)

Im Film "Far Cry" (2008) nach dem gleichnamigen Ego-Shooter verkörpert Til Schweiger einen Ex-Elitesoldaten im Kampf gegen eine genmanipulierte Geheimarmee - der Action-Streifen wurde von Film-Kritikern zerrissen. Doch es geht auch anders: Spieleverfilmungen wie "Silent Hill", die Geschichte um eine mysteriöse Geisterstadt, oder die "Tomb Raider"-Filme um Game-Heldin Lara Croft (gespielt von Angelina Jolie) sind bis heute regelmäßig im TV zu sehen. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Serienumsetzung von "The Witcher" nicht in die Liste liebloser Lizenzausschlachtungen einreiht. Die Zeichen stehen aber relativ gut: Die prämierte Vorlage und die renommierten Produzenten geben Anlass, auf eine würdige Filmumsetzung der Fantasy-Saga zu hoffen.

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