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Pressemitteilungen

„The Migration Dilemma“: DW stößt Dialog in Westafrika an

Die lebensgefährliche Flucht junger Menschen aus Westafrika nach Europa ist das Thema des aktuellen Multimedia-Projekts „The Migration Dilemma“ der DW. Reportagen und öffentliche Diskussionsrunden zeigen die Gefahren.

Reporter und Korrespondenten der DW-Redaktionen Französisch, Haussa und Englisch sprachen in den vergangenen Monaten in Europa und Afrika mit Flüchtlingen, freiwilligen Rückkehrern und deren Angehörigen. Sie berichteten über lokale und  internationale Job-Initiativen und moderierten öffentliche Diskussionsrunden zu den Erwartungen junger Afrikaner an ein neues Leben in Europa.

„Wir haben vor Ort einen Dialog angestoßen, der bislang nicht offen geführt wurde“, sagte Claus Stäcker, Leiter der DW-Afrikaprogramme und Initiator des Projekts. „So hitzig und kontrovers die Debatten waren, so dankbar waren die jungen Leute, dass wir sie an einen Tisch mit politischen Akteuren und Verantwortungsträgern gebracht haben.“ 

Bei der DW-Veranstaltung in Niamey, der Hauptstadt Nigers, sagte der Arbeits- und Sozialminister Yahouza Sadissou: „Allein können wir das nicht schaffen.“ Sein Land steht stellvertretend für das „Dilemma Migration“. Im nigrischen Agadez treffen sich zahllose Westafrikaner zu ihrer illegalen Weiterreise gen Norden. Sadissou zufolge sind seit 2011 in Niger Hunderttausende Arbeitsplätze auch mit deutscher Unterstützung geschaffen worden, der Fortschritt sei jedoch kaum messbar. „Wenn Europa seine Tore wenigstens für Studenten öffnen würde und für Arbeiter, die nur auf Zeit im Ausland arbeiten wollen, könnte das Leben retten“, sagte Aliyu Bormou von der Jugendbewegung für Entwicklung und Bildung. „Mehr Auswanderung gefährdet aber auch die Entwicklung bei uns. Nur wir Afrikaner können doch unseren Kontinent entwickeln“, so Bormou.   

In Zusammenarbeit mit nationalen Partnersendern übertrug die DW zwei weitere öffentliche Diskussionsrunden aus Bamako (Mali) beziehungsweise Dakar (Senegal) landesweit im Radio. Die Veranstaltungen stießen in den Regionen auf großes Interesse, insbesondere in den Sozialen Medien. Ein Facebook-Nutzer aus Benin schrieb: „Eine hochwertige Debatte. Danke an die Deutsche Welle, dass sie Licht auf ein aktuelles Phänomen wirft, das zum Problem für die ganze internationale Gemeinschaft geworden ist.“ In allen drei Ländern berichtete das nationale Fernsehen, über 60 Journalisten verfolgten die Debatten live.

Die Idee zu dem vom Auswärtigen Amt geförderten Multimedia-Projekt entstand in den Afrika-Programmen der DW und wurde gemeinsam mit dem Außenministerium weiterentwickelt.  

Die DW greift in Westafrika auf ein Netzwerk von rund 140 lokalen Korrespondenten zurück. Die Radiosendungen erreichen jede Woche je nach Zielland bis zu 34 Prozent der Erwachsenen. Die Zahl der Facebook-Fans in den drei Sprachen liegt bei fast einer Million.

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