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Elektromobilität

Tesla droht Streik in Deutschland

Erst vor Kurzem hatte Tesla, Hersteller von Elektroautos, eine deutsche Firma aufgekauft. Schon gibt es Ärger. Die Gewerkschaft fordert höhere Löhne. Das könnte die Produktion eines neuen Modells ins Stocken bringen.

"Wir prüfen nächste Woche, ob Streiks möglich sind", sagte Patrick Georg von der IG Metall Trier der "Welt am Sonntag". Es geht um das deutsche Tochterunternehmen des Elektrobauers Tesla. Im November hatte Tesla den Maschinenbauer im rheinland-pfälzischen Prüm übernommen. Nun fordert die Gewerkschaft: Die Tarifverträge müssen bleiben. Außerdem soll ein "Zukunftssicherungsvertrag" her.

Derzeit liege das Lohnniveau bei Tesla Grohmann Automation etwa 25 bis 30 Prozent unter dem Tarifgehalt für die Metallindustrie, sagte Betriebsratschef Uwe Herzig der "Welt am Sonntag". Ein Angebot von Tesla, den Lohn aller Mitarbeiter um 150 Euro monatlich zu erhöhen, reiche nicht aus. Das Unternehmen selbst teilte mit, man arbeite daran, "dass jeder bei Tesla Grohmann Automation fair und wettbewerbsfähig über dem Branchenniveau bezahlt wird".

Ehrgeizige Zukunftssziele

Tesla hatte die Übernahme des rheinland-pfälzischen Unternehmen im November vereinbart. Die Technologie von Grohmann soll dem US-Konzern auf dem Weg in die Massenfertigung helfen. Denn Tesla-Chef Elon Musk peilt ein ehrgeiziges Ziel an: Bis zum Jahr 2020 sollen eine Million Elektrowagen vom Band gerollt sein. Er setzt dabei massiv auf Roboter-Technik. Dadurch will Tesla die Kosten senken und E-Autos für mehr Kunden erschwinglich machen.

Ein neues Flaggschiff soll dabei helfen. Derzeit entwickelt Tesla einen neuen Mittelklasse-Wagen, der noch in diesem Jahr auf den Markt kommen und deutlich günstiger sein soll als seine Vorgängermodelle. Im deutschen Tochterunternehmen Tesla Grohmann Automation werden die Maschinen gefertigt, um die Autos zu produzieren.

nin/ml (dpa, rtr)