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Wirtschaft

Techniktitel halten Dax am Boden

Deutlich schwächere Technologietitel sorgten im Aktienindex Dax am Dienstag für einen Stillstand. Der Index der 30 größten deutschen Aktien gewann nur 4 Zähler und schloss bei 5236 Punkten praktisch auf Vortagesniveau.

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Am Neuen Markt gaben die Aktien ihre Gewinne des Vortages wieder ab. Der Nemax50 büßte 18 Zähler oder 1,4 Prozent ein und beendete den Handel bei 1266 Punkten.
Negative Analystenstimmen belasteten den Technologiebereich. So stufte die niederländische Investmentbank ABN Amro die Aktie des Bauelementherstellers Epcos auf "Reduzieren" ein. Der aktuelle Kurs sei zu hoch, hieß es. Der Meinung schlossen sich zahlreiche Investoren an und verkauften das Papier. Außerdem zeigte sich die amerikanische Investmentbank Merrill Lynch skeptisch bezüglich der Nachfrage nach Mobiltelefonen, in die zahlreiche Bauelemente von Epcos eingebaut werden. Die Aktie ging daraufhin um 6,9 Prozent in den Keller und führte damit die Liste der Dax-Verlierer an.

Verluste bei Technologieaktien stärkten die Versorger

Auch der Chiphersteller Infineon wurde mit minus 5,7 Prozent arg gebeutelt. Die Konzernmutter Siemens hat über eine niederländische Tochter 40 Millionen Infineon-Aktien verkauft. Siemens reduziert damit seinen Anteil an Infineon von etwa 47 auf 41 Prozent und kommt damit dem Ziel näher, sich möglichst vom konjunkturabhängigen Chipgeschäft zu trennen. Die Anleger zeigten sich auch über die Meldung wenig begeistert, dass Infineon eine so genannte Wandelanleihe über eine Milliarde Euro ausgeben will. Diese Anleihen können später in Aktien getauscht werden und damit den Kurs verwässern. Im Technologiestrudel kam der Softwarehersteller SAP mit minus 3,1 Prozent ebenfalls unter die Räder.

Im Trend lagen dagegen die so genannten defensiven Titel. Diese Aktien gelten in Rezessionszeiten als "sichere Häfen". Beispielsweise konnten die Energieriesen Eon und RWE um etwa 2,5 Prozent zulegen. Bei RWE halfen auch gute Geschäftszahlen.

An der Spitze der Gewinnerliste standen allerdings der Touristik-Konzern Preussag mit plus 5,7 Prozent und der Maschinenbauer MAN mit plus 4,6 Prozent. Beide Titel legten ohne erkennbare Nachrichten zu. Die Aktien seien vergleichsweise günstig, hieß es von Händlern zur Begründung der Kursgewinne. Bei der Preussag sei außerdem die befürchtete Nachfragedelle im Tourismusbereich nach den Anschlägen vom 11. September ausgeblieben.

Kursverluste an den Rentenmärkten

Leichte Verluste mussten die Anleihekurse hinnehmen. Der Bund-Future verlor 23 Ticks oder 0,2 Prozent auf 108,06 Punkte. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite öffentlicher Anleihen bei 4,64 Prozent fest. Am Vortag hatte sie 4,74 Prozent betragen.

Devisenkurse

Der Euro wurde an den Devisenmärkten kaum verändert gehandelt. Nach den Referenzkursen der Europäischen Zentralbank entsprach ein Euro:

0,8909 US-Dollar,

0,6182 Britischen Pfund und

118,22 Japanischen Yen

Die Dax-Kurse im Einzelnen, wie immer in Euro und ohne Gewähr:

Adidas-Salomon 83,20 +1,19

Allianz 262,25 -0,45

BASF 42,79 -0,71

Bayer 38,60 +0,71

Bay. HypoVereinsbank 35,25 -0,02

BMW 40,60 +0,30

Commerzbank 18,30 +0,20

DaimlerChrysler 49,10 -0,03

Degussa 30,49 +0,80

Deutsche Bank 79,10 -1,65

Deutsche Post 16,31 +0,06

Deutsche Telekom 19,54 -0,04

E.ON 57,35 +1,35

Epcos 53,77 -3,98

Fresenius Medical Care 68,55 +0,55

Henkel 64,20 +0,50

Infineon Technologies 24,64 -1,48

Linde 47,46 +0,26

Lufthansa 16,93 +0,20

MAN 25,74 +1,14

Metro 41,61 +0,86

MLP 78,41 +0,41

Münchener Rück 299,75 +4,10

Preussag 31,77 +1,72

RWE 42,00 +1,05

SAP 148,11-4,74

Schering 56,65 +0,05

Siemens 76,70 +0,50

ThyssenKrupp 17,19 +0,03

VW 52,74 +0,45

  • Datum 08.01.2002
  • Autorin/Autor Johannes Beck
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1gRd
  • Datum 08.01.2002
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