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Aktuell Asien

Taucher finden AirAsia-Blackboxen

Gut zwei Wochen nach dem bislang ungeklärten Absturz der AirAsia-Maschine in Indonesien haben Taucher einen Flugschreiber geborgen und den zweiten geortet. Mit dem gibt es allerdings ein Problem.

Warum ist AirAsia-Flug QZ8501 vor zwei Wochen abgestürzt? Die Ermittler sind der Aufklärung ein Stück näher gekommen. Taucher der indonesischen Marine haben den Flugdatenrekorder des abgestürzten AirAsia-Passagierflugzeugs gefunden. Der Flugschreiber, der technische Daten gespeichert hat, sei erfolgreich geborgen worden, sagte der Leiter der Such- und Rettungsbehörde, Fransiskus Bambang Soelistyo. Das Gerät sei unter dem Teil einer Tragfläche eingeklemmt gewesen.

Das zweite Gerät, das die Gespräche im Cockpit aufzeichnet, fanden Taucher nun ebenfalls. Allerdings konnten sie den Stimmrekorder bislang noch nicht aus den Flugzeugtrümmern am Grund der Javasee bergen. Zuvor waren Signale der Geräte empfangen und schließlich geortet worden.

Widrige Umstände

Der Airbus A320 des Billigfliegers AirAsia mit Flugnummer QZ8501 war am 28. Dezember mit 162 Menschen an Bord auf dem Weg von Surabaya nach Singapur abgestürzt. Nach dem Wrack wurde tagelang gesucht. Die Maschine stürzte zwischen den Inseln Sumatra und Borneo ins Meer. Das Meer ist dort zwar selten mehr als 50 Meter tief. Starker Wind, hoher Seegang und starke Strömungen haben die Suche nach Wrackteilen und Leichen aber beeinträchtigt. So waren die Flugdatenschreiber nicht mit dem Heckteil am Samstag gehoben worden. Die Geräte sind dort normalerweise eingebaut, müssen beim Aufprall oder durch die Strömung aber fortgerissen worden sein. Bis Montag wurden 48 Leichen geborgen.

Ermittler erhoffen sich von der Auswertung der Flugschreiber Aufschluss über die Absturzursache. Kurz bevor die Maschine vom Radar verschwand, hatte der Pilot um Erlaubnis für eine Kursänderung gebeten, um Gewitterwolken zu umfliegen. In der Nähe waren aber mindestens sechs weitere Maschinen unterwegs, die trotz Unwetters unversehrt an ihren Zielflughäfen ankamen.

stu/wl (afp/dpa)

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