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Asien

Taliban schlagen wieder zu

Kämpfer der Taliban haben in Afghanistan zwei US-Kasernen angegriffen. Die ISAF konnte sie jedoch zurückschlagen. In Kabul wurde auf eine Mädchenschule ein mutmaßlicher Giftgasanschlag verübt.

Soldaten (Foto: dpa)

Nach dem Angriff

In der afghanischen Provinz Chost an der Grenze zu Pakistan haben Kämpfer der radikal-islamischen Taliban Kasernen de US-Streitkräfte angegriffen. Die rund 30 Islamisten waren bei ihrem Angriff am Samstag (28.08.2010) nach Angaben eines Taliban-Sprechers zum Teil mit Raketenwerfern bewaffnet.

Die Isaf-Truppen wiederum teilten mit, der Angriff auf die beiden US-Stützpunkte habe dank der angeforderten Luftunterstützung von ausländischen und Einheimischen Soldaten zurückgeschlagen werden können. Laut Polizei wurden dabei 24 Taliban-Kämpfer und zwei Zivilisten getötet sowie vier Isaf-Soldaten verletzt.

Mädchenschule im Visier

Krankenhaus (Foto: AP)

48 Schülerinnen mussten nach dem Anschlag im Krankenhaus behandelt werden

Bereits zum zweiten Mal innerhalb von drei Tagen wurde am Samstag in Afghanistan ein Anschlag auf eine Mädchenschule verübt. Die Schule im Osten der Hauptstadt Kabul wurde offenbar mit Giftgas angegriffen.

48 Mädchen mussten mit Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus. Als Täter verdächtigt werden die Taliban. Unter ihrer Herrschaft zwischen 1996 und 2001 war Mädchen der Besuch einer Schule verboten.

Karsai dementiert CIA-Zahlungen

Unterdessen hat das Büro des afghanischen Präsidenten Anschuldigungen zurückgewiesen, Mitarbeiter der Regierung seien für den US-Geheimdienst CIA tätig. Entsprechende Berichte amerikanischer Zeitungen seien eine Beleidigung der Regierung und sollten nur von wichtigeren Fragen wie dem Kampf gegen den Terrorismus oder dem Schutz der Zivilbevölkerung ablenken.

Das Präsidialamt nannte in diesem Zusammenhang auch das Verbot ausländischer Sicherheitsdienste, das Präsident Karsai kürzlich erlassen hatte und das bei der US-Regierung auf Kritik gestoßen war. Zeitungen wie die "Washington Post" hatten berichtet, die CIA führe zahlreiche Mitarbeiter der afghanischen Regierung auf ihren Gehaltslisten.

Lammert besucht Bundeswehr

Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) sind am Samstag nach Nordafghanistan gereist, um die deutschen Truppen zu besuchen. Dort nahmen beide an einer Gedenkzeremonie für getötete Soldaten teil. Lammert sicherte den deutschen Soldaten Unterstützung zu: "Der Bundestag weiß, dass er sich auf die Bundeswehr verlassen kann, und Sie sollten wissen, dass Sie sich auf den Deutschen Bundestag verlassen können", sagte er vor mehreren hundert Soldaten.

Autor: Dirk Eckert (afp, dpa, rtr)

Redaktion: Gerhard Friese

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