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Aktuell Asien

Taifun Phanfone rast auf Japan zu

Japan muss sich auf einen neuen gefährlichen Tropensturm vorbereiten. Der Taifun "Phanfone" hat den Inselstaat schon vor seiner Ankunft mit Regenfluten und Sturm überzogen. Montag soll er die Hauptstadt Tokio erreichen.

Rund um Japan tobt die Saison der Taifune. Jetzt nähert sich Nummer 18, "Phanfone" dem Süden und Westen des Inselstaats. Die Meteorologiebehörde des Landes warnte vor Erdrutschen und hohen Wellen sowie Böen mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 215 Kilometern pro Stunde.

Bis zu 500 Millimeter Regen

Wegen des Taifuns fielen rund 200 Flüge aus. Weitere 100 für Montag geplante wurden laut dem Sender NHK gestrichen. Heftige Niederschläge behinderten bereits das Formel-1-Rennen in Suzuka. Auf der Insel Okinawa wird eine 58-Jährige vermisst, die womöglich von hohen Wellen mitgerissen wurde, wie die Zeitung "Ryukyu Shimpo" berichtete. In den Wellen Okinawas verschwanden auch drei amerikanische Soldaten, die an einem Strand die raue See fotografieren wollten, wie NHK berichtete. Einer von ihnen sei gerettet worden. Zudem suchten die Behörden nach einem Surfer, der an der Küste südlich von Tokio verschwunden ist.

Die Ankunft von "Phanfone" hat auch den Bergungseinsatz am Vulkan Ontake unterbrochen, der vor kurzem ausgebrochen war. Die Wetterbehörde warnte davor, dass sich die ausgespiene Asche auf dem Berg bei starkem Regen in Schlammlawinen verwandeln und so die Einsatzkräfte gefährden könnte. Hunderte Wanderer, die vom Gipfel des Ontake aus die spektakuläre Aussicht zum Herbstanfang genießen wollten, waren am 27. September von dem plötzlichen Vulkanausbruch überrascht worden. Rettungskräfte bargen bereits 51 Leichen, mindestens zwölf Wanderer werden noch vermisst.

Der Taifun wird für Montag in der japanischen Hauptstadt Tokio erwartet. In der südlich gelegenen Region Tokai werden Niederschläge von bis zu 500 Millimetern erwartet.

pg/qu (dpa, afp)