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Aktuell Asien

Chaos durch Taifun "Halong" in Japan

Der Taifun "Halong" ist mit voller Wucht über die japanischen Hauptinseln Honshu und Shikoku hinweggefegt. Mindestens zwei Mensehn kamen ums Leben. Es entstanden schwere Schäden.

Der Taifun erreichte zunächst die Insel Shikoku im Südwesten Japans und traf nahe Aki in der Präfektur Kochi auf Land, wie die Behörden mitteilten. Fernsehbilder zeigten Wellen, die über Schutzwälle schwappten, und reißende Flüsse. Gebäude und Reisfelder wurden überschwemmt, Bäume entwurzelt und Strommasten beschädigt. Mindestens zwei Menschen kamen in angeschwollenen Flüssen ums Leben. Etwa 70 Menschen erlitten Verletzungen.

Tausende ohne Strom

Nach Angaben des japanischen Rundfunksenders NHK forderten die Behörden in mehreren Regionen insgesamt 1,6 Millionen Menschen auf, ihre Häuser zu verlassen. Mehr als 35.000 Haushalte waren laut NHK zwischenzeitlich ohne Strom. Im Westen Japans wurde der Zugverkehr durch das Unwetter unterbrochen. Auch der Luftverkehr kam durcheinander: Am Wochenende wurden insgesamt mehr als 800 Flüge gestrichen. Mitten in der japanischen Ferienreisezeit strandeten mindestens 20.000 Passagiere an Flughäfen.

"Halong" zog weiter in nordöstliche Richtung über die am dichtesten bewohnte Insel Honshu. Seine Böen erreichten Geschwindigkeiten von gut 160 Kilometern pro Stunde, wie die Meteorologiebehörde mitteilte. In weiten Teilen Japans wird weiter vor schwerem Wellengang und heftigen Niederschlägen gewarnt. "Halong" ist der elfte Wirbelsturm der japanischen Taifunsaison. Einer der bislang stärksten Taifune war "Neoguri", koreanisch für Waschbär, der Anfang Juli tagelang von Süd nach Nord durch Japan getobt war und fünf Menschen in den Tod riss.

wl/uh (dpa, afp)

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