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Aktuell Nahost

Syrische Opposition setzt Zeichen

Aus Protest gegen das "weltweite Schweigen" will die Nationale Syrische Koalition einem für Donnerstag geplanten internationalen Treffen der Freunde Syriens fernbleiben. Vor allem Russland steht am Pranger.

Walid al-Bunni, (Foto:AFP/Getty Images)

Walid al-Bunni

Der Sprecher des Bündnisses, Walid al-Bunni (Bild), sagte vor Journalisten, sie seien es leid, dass die internationale Gemeinschaft Treffen abhalte, aber nicht die benötigte Hilfe leiste. Die Rebellen wollen militärische Hilfe, darunter Waffen. Auch an geplanten Gesprächen in Russland und den USA will die Koalition nicht teilnehmen.

Zu den Freunden Syriens gehören mehr als hundert westliche und arabische Länder, internationale Organisationen und Vertreter der syrischen Opposition. Die Nationale Koalition wird von ihnen als alleinigen Vertreter des syrischen Volkes anerkannt.

In der offiziellen Erklärung der Koalition heißt es, die Haltung der internationalen Gemeinschaft sei "beschämend" und dass sie nichts unternehme, komme einer "Teilnahme an dem Töten" gleich. Die Kritik richtet sich vor allem gegen Russland: "Besonders die Führung in Moskau trägt eine moralische und politische Verantwortung, weil sie das Regime von Präsident Baschar al-Assad weiterhin mit Waffen beliefert." Hunderte wehrlose Zivilisten würden durch Scud-Raketen getötet und die Zerstörung der historischen Kulturstadt Aleppo gehe systematisch weiter.

Bei Raketenangriffen auf die Großstadt im Norden Syriens wurden laut Aktivisten am Freitag fast 30 Menschen getötet und zahlreiche verletzt. Russische Scud-Raketen sollen aus der Region um die Hauptstadt Damaskus abgefeuert worden sein. Bei der Anschlagsserie vom Donnerstag in Damaskus nahe der Zentrale der regierenden Baath-Partei wurden nach Angaben der Vereinten Nationen rund hundert Menschen getötet.

Vertreter der Nationalen Syrischen Koalition hatten sich zu einer zweitägigen Konferenz in Kairo getroffen. Am Freitag kündigten sie an, eine Übergangsregierung in den von Rebellen besetzten Gebieten bilden zu wollen. Über deren Zusammensetzung und wer ihr vorstehen solle, werde am 2. März bei einem weiteren Treffen in Istanbul entschieden, sagte ihr Sprecher Walid al-Bunni.

uh/ml (afp/rtr/dpa)

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