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Aktuell Nahost

Syrien: Rebellen erobern strategisch wichtige Stadt

In Syrien haben Rebellen strategische Gebietsgewinne erzielt: Sie eroberten Teile der Stadt Dschisr al-Schogur, in der sich derzeit die Regierung der Provinz Idlib befindet.

Aufständische haben nach Angaben der Opposition erstmals große Teile der Stadt Dschisr al-Schogur im Nordwesten Syriens eingenommen. Nach Tagen mit heftigen Gefechten hätten die Rebellen, zu denen auch Kämpfer des Kaida-Ablegers Al-Nusra-Front gehörten, die 50.000-Einwohner-Stadt gestürmt, berichteten Aktivisten. Lediglich am Südrand der Stadt würden die Kämpfe noch andauern.

Die Streitkräfte des Machthabers Baschar al-Assad zogen sich auf einen Höhenzug in der Nachbarprovinz Hama zurück, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London, die Informationen von Aktivisten aus Syrien auswertet.

Rebellen eroberten schon Provinzhauptstadt

Im Juni 2011 hatte die syrische Armee die Stadt eingenommen. Nach großen Demonstrationen waren dort nach Regierungsangaben mehr als 120 Sicherheitskräfte getötet worden. Bekannt ist Dschisr al-Schogur für eine Rebellion 1980 gegen die Herrschaft von Präsident Hafez al-Assad, den Vater von Syriens heutigem Staatsoberhaupt Baschar al-Assad. Der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen.

Die Rebellen sind auf dem Vormarsch, seitdem sie schon Ende des Vormonats die Regimetruppen aus der Provinzhauptstadt Idlib verdrägten. Die Behörden hatten infolgedessen die Provinzverwaltung provisorisch nach Dschisr al-Schogur verlegt. Die Stadt liegt an der Straße, die Latakia an der Küste mit Syriens zweitgrößter Stadt Aleppo verbindet.

Der Bürgerkrieg in Syrien dauert seit 2011 an. Bisher kamen dabei mehr als 200.000 Menschen ums Leben, Millionen befinden sich auf der Flucht.

chr/stu (rtr, dpa)