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Fußball

Stuttgart weiter tief in der Krise

Neuer Trainer, altes Leid: Stuttgart setzt gegen Dortmund seine Talfahrt auch nach der Trennung von Alexander Zorniger fort. Unter der Regie von Interimscoach Jürgen Kramny kassiert der VfB eine bittere Pleite beim BVB.

Der VfB Stuttgart sucht auch ohne Alexander Zorniger weiter nach dem Weg aus der Krise. Fünf Tage nach der Trennung von ihrem Chefcoach verloren die Stuttgarter trotz einer phasenweise engagierten Vorstellung mit 1:4 (1:2) bei Borussia Dortmund und bleiben mit nur zehn Punkten nach 14 Spieltagen Tabellen-17. Der BVB hingegen festigte seinen zweiten Rang in der Fußball-Bundesliga und verzögerte durch den Sieg den Gewinn der vorzeitigen Herbst-Meisterschaft von Bayern München.

Stuttgarts Interimscoach Jürgen Kramny sah zunächst den ersten Liga-Treffer von Gonzalo Castro (3. Minute) für den BVB, bevor Pierre-Emerick Aubameyang Saisontreffer Nummer 16 (19.) folgen ließ. Daniel Didavi (40.) ließ bei den VfB-Fans Hoffnung aufkommen, bis Georg Niedermeier mit einem Eigentor (65.) für die Vorentscheidung sorgte. Erneut Aubameyang sorgte für den Schlusspunkt (90.).

Angesprochen auf die vier Gegentore meinte der VfB-Trainer: "Das ist natürlich eindeutig zu viel. Ich hätte mir einen besseren Start gewünscht, aber es ist ein kein Wunschkonzert", sagte Kramny: "Aber ich denke schon, dass wir ein paar gute Phasen hatten."

Stuttgarter Mut bestraft

VfB-Interimstrainer Jürgen Kramny steht nach dem Spiel bei seinen Spielern (Foto: picture-alliance/dpa/B. Thissen)

Trost für die Spieler: VfB-Interimstrainer Jürgen Kramny

Die Premiere für Kramny begann mit einem bitteren Rückschlag. Nach einem Schuss von Henrikh Mkhitaryan, den VfB-Keeper Przemyslaw Tyton nach vorne abwehrte, köpfte Castro zum 1:0 ein. Der VfB reagierte prompt und versuchte aus einer dichten Abwehr mit zwei Viererreihen, Ballverluste der Borussen im Mittelfeld zu Kontern zu nutzen. Der Mut des VfB zur Offensive wurde jedoch prompt bestraft, als Aubameyang nach sehenswerter Vorarbeit von Castro souverän auf 2:0 erhöhte. Der Treffer spielte Dortmund in die Karten, es ergaben sich immer öfter Räume für teilweise sehenswerte Kombinationen.

Die Stuttgarter zeigten jedoch Moral, setzten nach und wurden durch den Treffer von Didavi belohnt, als der BVB wieder mal seine Anfälligkeit bei Kontern unter Beweis stellte. Wenige Sekunden zuvor musste Lukasz Piszczek gegen Timo Werner auf der Torlinie klären. Einmal mehr drohte sich der BVB mit Aussetzern in der Defensive selbst unnötig in Schwierigkeiten zu bringen. Zu allem Überfluss ließen die Westfalen nach dem Wechsel größte Chancen zur Vorentscheidung ungenutzt, weil auch VfB-Keeper Tyton mit einigen Glanzparaden klärte. Gegen das Eigentor von Niedermeier nach einem Schuss von Reus war Tyton jedoch machtlos.

Nur Augsburg zufrieden

Die übrigen beiden Sonntags-Partien des 14. Spieltags endeten jeweils unentschieden. Von den vier beteiligten Teams konnte sich nur der FC Augsburg über den einen Zähler freuen.

Der Leverkusener Karim Bellarabi schießt aufs Schalker Tor (Foto: by Lars Baron/Bongarts/Getty Images)

Höchste Gefahr für S04 durch Karim Bellarabi

So stecken die beiden Europacup-Aspiranten Bayer Leverkusen und Schalke 04 weiter im Mittelmaß der Liga fest. Nach einem 1:1 (0:0) zwischen der Werkself und den Königsblauen hinken beide Mannschaften den eigenen Erwartungen deutlich hinterher. Für Schalke war der Punkt nach zuletzt zwei Niederlagen zwar ein Achtungserfolg, unter dem Strich wartet das Team des längst nicht mehr unumstrittenen Trainers Andre Breitenreiter aber seit fünf Spieltagen in der Liga auf einen Dreier. Mit seinem Treffer in der 50. Minute brachte Eric Maxim Choupo-Moting die Gelsenkirchener in Führung. Für den Ausgleich sorgte Sascha Riether mit einem Eigentor (85.).

Unterdessen setzte sich die rätselhafte Auswärtsschwäche des VfL Wolfsburg auch beim in dieser Saison heimschwachen FC Augsburg fort. Beim 0:0 waren die abstiegsbedrohten Gastgeber, die mit dem Remis immerhin die direkten Abstiegsplätze verlassen konnten, bei ihrem 150. Spiel in der Fußball-Bundesliga einem Erfolg näher. Die Wolfsburger ließen die Qualitäten eines Topteams und den absoluten Siegeswillen über weite Strecken vermissen. Die Schlussminuten musste der Tabellendritte mit zehn Mann überstehen: Dante sah wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (85.). Trotz des Tabellenunterschiedes lieferten sich beide Teams ein Duell auf Augenhöhe, an dessen Ende die Spieler des FCA jubelnd die Arme hoch rissen.

Bayern souverän

Kingsley Coman (r.) von München und Yanni Regäsel von Berlin kämpfen um den Ball (Foto: picture-alliance/dpa/S. Hoppe)

Münchens Kingsley Coman (r.) umkurft mal wieder alle

Am Samstag hatte Bayern München souverän mit 2:0 gegen Hertha BSC gewonnen. Der Hamburger SV siegte 3:1 im Nordderby bei Werder Bremen, das immer tiefer in den Tabellenkeller rutscht. 1899 Hoffenheim verspielte beim 3:3 gegen Borussia Mönchengladbach eine 3:1-Führung und ist unter Trainer Huub Stevens weiter sieglos. Mainz 05 entschied das Rhein-Main-Derby gegen Eintracht Frankfurt mit 2:1 für sich, zudem siegte Hannover 96 mit 4:0 gegen den FC Ingolstadt.

Und bereits am Freitag kam Darmstadt 98 in einer schwachen Partie gegen den 1. FC Köln nicht über ein 0:0 hinaus. Wer noch einmal in die Sonntags-Partien eintauchen will: Hier geht es zum Liveticker. Und alle Ergebnisse und die Tabelle der Fußball-Bundesliga finden Sie hier.

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