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Podcast Wirtschaft

Streikzeit in Deutschland

Sowohl in der Baubranche als auch im Bankengewerbe stehen die Zeichen auf Arbeitskampf.

Die IG Bau fordert 4,5 Prozent mehr Lohn für die 950 000 Beschäftigten der Branche, sowie eine Anhebung des Mindestlohns in den ostdeutschen Bundesländern. Derzeit wird dort 8,63 Euro pro Stunde gezahlt. An dieser Forderung war die Schlichtung unter dem CDU-Politiker Heiner Geißler gescheitert.

Während IG Bau-Chef Klaus Wiesehügel einen langen und harten Arbeitskampf angedroht hat, warnte der Verhandlungsführer der Bauarbeitgebe, Thomas Bauer, vor den Folgen eines Streiks zum jetzigen Zeitpunkt: der Sommer sei die einzige Jahreszeit, in der die ohnehin angeschlagenen Baufirmen Geld verdienen können.

Die IG Bau kann für den Fall eines Streiks mit Unterstützung aus dem Ausland rechnen: auf deutschen Baustellen arbeiten Beschäftigte aus Polen, Österreich, Dänemark, der Schweiz und der Slowakei. Ausländische Arbeitnehmer erhalten in der Regel den Mindestlohn, der auch von tariflich nicht gebundenen Unternehmen gezahlt werden muss.

Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen für das Bankgewerbe ist am Freitag die große Tarifkommission von Ver.di zusammengekommen, um über die Urabstimmung zu entscheiden. Ver.di fordert für die 460 000 Beschäftigten der Branche 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt, die Arbeitgeber liegen mit ihrem Angebot bei 3,1 Prozent.

  • Datum 14.06.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2Q63
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