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Wirtschaft

Stimmung der Chefs aufgehellt

Die deutsche Wirtschaft sieht sich im Aufschwung. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im März zum fünften Mal in Folge. Die Firmen bewerteten ihre aktuelle Lage besser und blicken optimistisch in die Zukunft.

Das Ifo-Geschäftsklima-Barometer stieg auf 107,9 Zähler, nach 106,8 Punkten im Vormonat, wie das Münchner Ifo-Institut am Mittwoch aus seiner Umfrage unter 7000 Managern mitteilte. Damit habe der Index den höchsten Stand seit Juli 2014 erreicht.

Hans-Werner Sinn

Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn

"Die deutsche Wirtschaft expandiert weiter", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Die Unternehmenschefs beurteilten ihre Lage und ihre Geschäftsaussichten günstiger als im Vormonat. Der entsprechende Teilindex stieg von 111,3 auf 112,0 Punkte. Zum anderen blickten die Firmen auch optimistischer auf die nächsten sechs Monate: Der Index für die Erwartungen stieg von 102,5 auf 103,9 Punkte.

Niedriger Euro, niedriger Ölpreis

Europas größte Volkswirtschaft profitiert derzeit von einer Art zusätzlichem Konjunkturpaket. Denn der niedrige Ölpreis drückt die Kosten vieler Firmen und sorgt für mehr Kaufkraft bei den Verbrauchern. Zudem schiebt der niedrige Euro die Exporte nach Übersee an. Viele Ökonomen trauen der Wirtschaft in diesem Jahr bis zu zwei Prozent Wachstum zu, nach 1,6 Prozent 2014.

Das Barometer steigt nicht noch stärker an, weil das Wachstum in einigen Schwellenländern wie China nicht mehr so stark läuft. So die Ansicht von Ökonomen. "Wermutstropfen bleibt die insgesamt schwache Weltkonjunktur", erläuterte Thomas Gitzel von der Liechtensteiner VP Bank. Ähnlich äußerte sich KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner. Denn die Unsicherheit in Europa sei weiter hoch. "Es ist bezeichnend, dass die Unternehmen abwarten und bis zuletzt wenig investiert haben."

Der Ifo-Geschäftsklima-Index gilt als wichtigster Frühindikator der deutschen Wirtschaft. Rund 7000 Unternehmen aus Industrie, Einzel- und Großhandel sowie aus der Bauwirtschaft werden gebeten, ihre momentane Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Sie können ihre gegenwärtige Lage mit "gut", "befriedigend" oder "schlecht" und ihre Geschäftserwartungen für das folgende halbe Jahr als "günstiger", "gleich bleibend" oder "ungünstiger" beurteilen.

iw/ul (rtrs, afp, dpa)

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