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Kultur

Stichwort: Mount Everest

8850 Meter hoch erhebt sich der höchste Berg der Erde. Auf dem Gipfel des Mount Everest steht man mit einem Bein in Nepal, mit dem anderen in China.

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Die Tibeter nennen ihn Chomolungma, "Göttin Mutter der Erde", die Nepalesen Sagarmatha, "Göttin des Himmels". Alle Welt aber kennt ihn unter seinem profanen Namen: Mount Everest, benannt nach Sir George Everest, im 19. Jahrhundert Chef der britischen Landvermesser in Indien.

Der höchste Punkt der Erde

In den 1920er Jahren versuchten britische Bergsteiger erstmals, von Tibet aus den Mount Everest zu besteigen. Zum Mythos wurde die Expedition von 1924, bei der George Leigh Mallory und Andy Irvine nicht mehr von ihrem Gipfelvorstoß zurückkehrten. Noch immer glauben einige, dass die beiden als erste Menschen auf dem höchsten Punkt der Erde standen. Die Stelle, an der 1999 die Leiche Mallorys gefunden wurde, spricht eher dagegen.

"Dem Bastard…"

Bis zur unumstrittenen Erstbesteigung vergingen noch fast drei Jahrzehnte. Eine britische Expedition hatte Erfolg. Am 29. Mai 1953 erreichten der Neuseeländer Edmund Hillary und der Sherpa Tenzing Norgay von der nepalesischen Seite des Bergs aufsteigend den Gipfel. Hillarys erste Worte nach der Rückkehr vom Gipfel gingen um die Welt: "Dem Bastard haben wir es aber gegeben."

Ohne Sauerstoff

In den folgenden drei Jahrzehnten wurde der Everest von Spitzenbergsteigern über alle Flanken und Grate und zu allen Jahreszeiten bestiegen. Die größten Schlagzeilen schrieb dabei der Südtiroler Reinhold Messner, der 1978 mit dem Österreicher Peter Habeler den Gipfel erstmals ohne Atemmaske erreichte und 1980 den Everest als erster im Alleingang, ohne zusätzlichen Sauerstoff und mitten im Monsun bestieg.

Aus dem Katalog buchen

Heute bezeichnet Messner den Mount Everest als "Fluchtpunkt der Eitelkeit". Seit fast 20 Jahren kann der höchste Berg der Erde aus dem Katalog gebucht werden. Zahlungskräftige Kunden, oft ohne nennenswerte alpine Erfahrung, lassen sich auf den Gipfel führen. Derzeit liegt der Preis dafür bei rund 55.000 Dollar. Die Normalrouten von der tibetischen Nordseite und der nepalesischen Südseite des Bergs werden mit fest verankerten Seilen und Leitern gesichert. Sherpa legen die Lager an und tragen mitunter auch Rucksäcke und Sauerstoffflaschen der Kunden bis hinauf auf den Gipfel.

Blinde und Beinamputierte

Inzwischen wurde der Mount Everest mehr als 2000 Mal bestiegen. Ein Blinder war oben, auch ein Beinamputierter. Es gab Ski- und Snowboard-Abfahrten sowie Gleitschirmflüge vom Gipfel. Über 180 Menschen ließen am höchsten Berg der Erde ihr Leben.

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