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Bundeswehr

Steinmeier besucht Truppen in Afghanistan

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist zu einem nicht angekündigten Besuch in Afghanistan eingetroffen. In Masar-i-Scharif traf er sich mit den dort stationierten Bundeswehrsoldaten.

Bundespräsident Steinmeier in Afghanistan (Picture Alliance/dpa/B. von Jutrczenka)

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau nach der Landung in Masar-i-Scharif

Sieben Mal war Frank-Walter Steinmeier als Außenminister in Afghanistan. Nun besucht er das Land erstmals in seiner neuen Rolle als Bundespräsident. Gemeinsam mit seiner Frau Elke Büdenbender traf er sich mit Bundeswehrsoldaten im Feldlager Masar-i-Scharif, wo er am Donnerstagmorgen überraschend landete. Steinmeier dankte dabei nicht nur den Soldaten, sondern auch den Polizisten und zivilen Helfern für ihren Einsatz. "Ich möchte Ihnen sagen, dass Sie hier Großes leisten", erklärte der Bundespräsident im Feldlager, bevor er zu einem Treffen mit Staatspräsident Aschraf Ghani und Regierungschef Abdullah Abdullah nach Kabul weiterflog.

Der aus Sicherheitsgründen nicht offiziell angekündigte Aufenthalt schließt sich an den Besuch Steinmeiers in Kasachstan an. Dorthin war der Bundespräsident gereist, um die Weltausstellung Expo 2017 zur Zukunft der globalen Energieversorgung zu besichtigen. Von der Hauptstadt Astana aus ging es dann nicht nach Deutschland zurück, sondern nach Afghanistan, wo noch etwa 1000 deutsche Soldaten im Rahmen der NATO-Mission "Resolute Support" stationiert sind.

Steinmeiers Besuch steht im Zeichen der schlechter gewordenen Sicherheitslage und des Wiedererstarkens der radikal-islamischen Taliban. Erst Ende Mai war vor der deutschen Botschaft in Kabul ein Sprengsatz detoniert, der mehr als 150 Menschen in den Tod riss. Der Anschlag betraf zwar einen ganzen Straßenabschnitt, in dem auch andere Botschaften liegen, in deutschen Sicherheitskreisen geht man aber davon aus, dass es ein gezielter Anschlag auf die deutsche Vertretung war. Wegen der schlechten Sicherheitslage sind auch die umstrittenen Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber aus Deutschland nach Afghanistan ausgesetzt worden.

djo/bri (afp, dpa)