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Aktuell Kultur

Starregisseur De Oliveira stirbt mit 106 Jahren

Der portugiesische Filmemacher Manoel de Oliveira ist im Alter von 106 Jahren gestorben. Er war der älteste aktive Regisseur weltweit. Er drehte schon zur Stummfilmzeit und dachte bis zuletzt nicht an den Ruhestand.

Oliveira war in seiner Heimat nicht unumstritten. Dennoch gilt er als der wohl wichtigste Vertreter des portugiesischen Films.

International wurde er vielfach verglichen und auf eine Stufe gestellt mit Regisseuren wie Jean-Luc Godard, Luis Bunuel und Federico Fellini.

Jedes Jahr ein neuer Film

Der Portugiese, der seit 2001 als ältester noch aktiver Filmemacher galt, stellte ungeachtet seines hohen Alters jedes Jahr einen Film fertig. 40 seiner rund 50 Werke sind nach dem Eintritt ins Rentenalter gedreht worden. Mit prominenten Schauspielern wie Marcello Mastroianni, Catherine Deneuve, John Malkovich oder Michel Piccoli entstanden Filme, die von der Kritik hoch gelobt und bei Festivals gezeigt wurden, die jedoch dem breiten Kinopublikum kaum zum Begriff wurden.

Die Anfänge seiner Karriere gehen in die 1920-er Jahre zurück. Inspiriert durch Walter Ruttmanns Film "Berlin, Sinfonie einer Großstadt" brachte er sich in einem stillgelegten Stummfilmstudio in seiner Heimatstadt Porto selbst das Filmen bei. 1930 drehte er seinen ersten Dokumentarfilm "Harte Arbeit am Fluss Douro".

De Oliveira erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2004 in Venedig den "Goldenen
Löwen" für das Lebenswerk und 2007 den Ehrenpreis der Europäischen Filmakademie.

haz/se (dpa, afp,munzinger)