Stéphane Audran ist tot | Filme | DW | 27.03.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Filme

Stéphane Audran ist tot

Die Französin Stéphane Audran zählt zu den bedeutendsten europäischen Schauspielerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihre Rolle als geflüchtete Spitzenköchin in "Babettes Fest" machte sie weltberühmt. Sie wurde 85 Jahre alt.

Stéphane Audran, die frühere Ehefrau des französischen Starregisseurs Claude Chabrol, ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Das meldet die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf den Sohn der Schauspielerin, Thomas Chabrol. Audran starb demnach an den Folgen einer Krankheit.

Die Aktrice wurde 1932 als Colette Suzanne Dacheville in Versailles geboren. Einem größeren Publikum wurde sie durch ihre Rollen in den Filmen des französischen Regisseurs Claude Chabrol bekannt, den sie 1964 heiratete. Ihr erster gemeinsamer Film "Schrei, wenn du kannst" kam 1959 in die Kinos. Schnell avancierte Audran zur Protagonistin in zahlreichen Chabrol-Filmen und wurde zu einer Ikone der Nouvelle Vague.

Claude Chabrol u. Stephane Audran (picture-alliance/akg-images/Binder)

Stéphane Audran mit Ehemann Claude Chabrol

In den 1970er Jahren erreichte Audrans Karriere ihren Höhepunkt. "Der diskrete Charme der Bourgeoisie" des spanischen Regisseurs Luis Buñuel, in dem sie mitwirkte, gewann 1973 den Oscar als bester fremdsprachiger Film. Für ihre Rolle in dem Film wurde sie außerdem mit dem Britischen Filmpreis (BAFTA) geehrt.

In den 1980er Jahren wurde es ruhiger um Audran. Mit ihrer Hauptrolle in dem Drama "Babettes Fest" feierte sie jedoch 1987 ihr großes Comeback. Der dänische Film wurde unter anderem mit dem Oscar als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet. Audrans Darstellung einer Spitzenköchin, die aus dem vom Bürgerkrieg geplagten Paris nach Dänemark geflohenen ist, wurde von den internationalen Kritikern mit viel Lob bedacht.

Ihre Ehe mit Regisseur Claude Chabrol wurde 1980 geschieden. Audran und Chabrol blieben jedoch trotz der Scheidung beruflich eng verbunden. Ihr letzter gemeinsamer Film, das Drama "Betty", kam 1992 in die französischen Kinos. 2009 war Audran zum letzten Mal auf der großen Leinwand zu sehen, in der Komödie "Das Mädchen aus Monaco".

Für ihre schauspielerische Leistung wurde Audran mit zahlreichen internationalen Preisen, wie dem Silbernen Bären, dem César und eben dem BAFTA ausgezeichnet.

fs/rey (dpa, AFP)

Die Redaktion empfiehlt

DW KINO-Moderatoren Hans Christoph von Bock & Scott Roxborough (DW/S. Bartlick)

Dossier KINO Favoriten: Die Besten des deutschen Films

Was sind die besten Dramen, die lustigsten Komödien, die Top-Schauspielerinnen und die größten Leinwandhelden? In der Serie "KINO Favoriten" präsentiert das DW-Filmmagazin seine ganz persönliche Auswahl.