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Sportpolitik

Spitzensportkonzept steht

Bundesinnenminister Thomas de Maizière und DOSB-Präsident Alfons Hörmann präsentieren das neue Konzept, mit dem künftig Spitzensport in Deutschland gefördert werden soll. Das Papier ist umstritten.

DOSB-Präsident Hörmann und Bundesinnenminister de Maizière. Foto: dpa-pa

DOSB-Präsident Hörmann (l.) und Bundesinnenminister de Maizière

Das neue Konzept zur Förderung des Spitzensports in Deutschland steht. Das gaben Bundesinnenminister Thomas de Maizière und der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Alfons Hörmann, in Berlin bekannt. "Wir brauchen die Reform, um uns zielstrebiger nach oben zu orientieren", sagte de Maizière. Die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro hätten gezeigt, dass angesichts des schlechten Abschneidens in einigen Disziplinen eine Neuausrichtung nötig sei. "Mein Ziel ist es, dass sich Deutschland als Sportnation noch besser präsentiert - erfolgreicher, aber zugleich fair und sauber", sagte der CDU-Politiker.

Hörmann will "Sportlandschaft erhalten"

Ein zentraler Punkt der Reform ist, das Potenzial eines Athleten früh zu erkennen und ihn gezielt zu fördern. Aber gerade diese sogenannte Potenzialanalyse steht in der Kritik: Es gibt Zweifel, ob sich Medaillenplätze und Spitzenergebnisse eines Sportlers errechnen lassen. Kritisiert wurde auch, bei nicht so erfolgreichen Sportarten die Förderung zu kürzen. "Wir wollen die Sportlandschaft Deutschlands auf jeden Fall erhalten, weil wir sie als hohes Gut sehen", sagte DOSB-Präsident Hörmann.

DOSB-Mitglieder stimmen ab

Die Eckpunkte des neuen Konzepts waren im September im Sportausschuss des Deutschen Bundestages vorgestellt worden. Seitdem habe es vielen Seiten zahlreiche Anmerkungen gegeben, "zustimmende wie kritische", sagte de Maizière: "Wir haben sie ausgewertet, und, wenn sie uns überzeugten, auch berücksichtigt." Im nächsten Schritt soll die Reform am 3. Dezember auf der Mitgliederversammlung des DOSB in Magdeburg verabschiedet werden. Anschließend wird sie dem Bundeskabinett vorgelegt werden und soll dann auch Thema im Bundestag werden.

sn/asz (dpa,sid)

 

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