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Aktuell Asien

Spannungen zwischen Buddhisten und Muslimen

Solche Unruhen hatten einst das Land erschüttert und die Region in Atem gehalten. Nun gibt es in Myanmar, dem früheren Birma, neue Spannungen zwischen Buddhisten und Muslimen. Wieder ging eine Moschee in Flammen auf.

In Lashio, der Hauptstadt der Shan-Region, wurden eine Moschee, eine Schule und mehrere Häuser niedergebrannt, wie ein Polizeisprecher berichtete. Niemand sei ums Leben gekommen. Zuvor war eine Ausgangssperre in dem Gebiet verhängt worden. "Wir mussten den aufgebrachten Mob unter Kontrolle bringen", sagte der Polizeisprecher. Darunter seien auch buddhistische Mönche gewesen. Die Unruhen hätten nach ersten Angaben begonnen, als Buddhisten einen Muslim beschuldigten, eine Frau in Brand gesteckt zu haben. Die Frau musste laut Agenturberichten mit Verbrennungen an den Armen und im Gesicht in ein Krankenhaus gebracht werden.

Thein Sein bei seinem Washington-Besuch (Foto: Reuters)

War gerade in Washington: Myanmars Präsident Thein Sein

In den vergangenen 14 Monaten hatte es in Myanmar mehrfach Zusammenstöße gegeben. Die Bilanz: mehr als 150 Tote, die meisten davon Muslime. In der Rakhine-Region wurden etwa 125.000 Angehörige einer muslimischen Minderheit aus ihren Häusern vertrieben. Im Zentrum des Landes waren immer wieder Wohnhäuser muslimischer Geschäftsleute in Brand gesetzt worden.

Diese Vorkommnisse dokumentieren auch die Probleme, die Präsident Thein Sein bei der weiteren Demokratisierung des Landes lösen muss. Bei seinen jüngsten Gesprächen in Washington wurde der Staatschef, ein früherer Militär, damit konfrontiert, dass die US-Regierung wegen der Verfolgung religiöser Minderheiten in Myanmar in Sorge ist.

ml/SC (dpa, rtr)