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Bücher

Sophie Kinsella: "Jedes Buch beginnt mit einer winzigen Idee"

Mit ihren "Shopaholic"-Geschichten um die kaufsüchtige Rebecca Bloomwood erreicht die britische Bestsellerautorin ein Millionenpublikum. Im DW-Interview spricht Sophie Kinsella über ihr Erfolgsrezept.

Video ansehen 03:37

Sophie Kinsella: Ein Porträt

Angefangen hat sie als Finanzjournalistin, dann kam das Schreiben dazu. Heute hat sie Millionen von Büchern verkauft, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden, und regelmäßig in den internationalen Bestsellerlisten auftauchen. Letztes Jahr erschien ihr Roman "Finding Audrey" über eine schüchterne Teenagerin. In Berlin las sie aus ihrem neusten Rebecca Bloomwood-Band "Shopaholic And Family". Die DW traf sie zum Gespräch.

Frau Kinsella, wie sind Sie überhaupt zum Schreiben gekommen?

Sophie Kinsella: Ich bin früher viel gependelt und habe unzählige Romane gelesen, von morgens bis abends. Ich habe es geliebt, Bücher zu lesen, aber an einem Punkt habe ich mein Leben betrachtet und dachte mir schlagartig: "Ich möchte das auch, ich möchte selbst schreiben." Das war wie eine Erleuchtung für mich und dann habe ich angefangen.

Mit Ihrer "Shopaholic"-Buchreihe sind Sie weltberühmt geworden, haben millionenfach Bücher verkauft und es auf die Bestsellerlisten geschafft. Was fasziniert und fesselt Ihre Leserschaft an dem Leben der kaufsüchtigen Protagonistin Rebecca Bloomwood besonders?

Buchtitel von Sophie Kinsellas Shopaholic & Family, Foto:http://www.randomhouse.de

Von ihrer "Shopaholic"-Reihe hat Kinsella bereits neun Bände veröffentlicht

Das Interessante ist, dass es nicht nur ums Shoppen geht. Viele Leser kommen zu mir und sagen: "Es ist komisch, ich gehe nicht gerne shoppen, aber ich liebe Becky." Das liegt daran, dass Becky loyal, lustig und genial ist. Zudem kümmert sie sich um sämtliche Probleme ihrer Mitmenschen. Alles in allem ist sie also einfach eine großartige Person, die einen kleinen Makel aufweist - dass sie sehr gerne einkaufen geht.

Neben der "Shopaholic"-Reihe haben Sie zahlreiche weitere Romane geschrieben; zuletzt erschien Ihr Buch "Finding Audrey", in dem es um eine schüchterne Teenagerin geht. Was inspiriert Sie zu ihren Geschichten und Figuren, über die Sie schreiben?

Nun, jedes Buch fängt mit einer winzigen Idee an. Diese Idee entwickele ich dann weiter und beginne alles zu planen. Zum Schreiben gehe ich gerne in Cafés, das ist eine großartige Inspirationsquelle für mich. Dort sitze ich dann ewig und überlege. Und dann, wenn ich die Geschichte und alle ihre Charaktere und Probleme wirklich gut kenne, dann fange ich an, richtig zu schreiben

Seit dem Jahr 2000 schreiben Sie unter dem Pseudonym "Sophie Kinsella", vorher haben Sie Ihre Bücher unter Ihrem bürgerlichen Namen Madeleine Wickham veröffentlicht. Worin unterscheiden sich die beiden Autorinnen?

Sophie Kinsella ist eine Kombination aus meinem zweiten Vornamen und dem Geburtsnamen meiner Mutter. Ich bin ein wenig schizophren in Bezug auf diese beiden Autorinnennamen. Aber wissen Sie, wenn man ein Buch schreiben will, geht es immer darum eine Stimme und einen Charakter zu interpretieren und eine bestimmte Sichtweise einzunehmen.

Sophie Kinsella im Café an ihrem Laptop, Foto: DW

Der perfekte Ort zum Schreiben: Das Café

Ich denke, dass die Madeleine-Wickham-Bücher einen etwas ernsteren und dramatischen Charakter haben. Vielleicht haben sie auch einige komische Züge, aber darum geht es in diesen Büchern nicht wirklich. Die Sophie-Kinsella-Bücher hingegen sind schnelle, lustige Bücher. Komödien durch und durch. Sie sind sehr zeitgenössisch, vielleicht etwas albern. Manchmal verursachen die Ereignisse auch ein wenig Empörung. Beide Autorinnen haben also ihren eigenen Platz, und wenn ich von einem Namen zum anderen wechsele, dann trete ich an deren Stelle und sehe die Welt durch ihre Augen.

Was macht für Sie persönlich ein gutes Buch aus?

Ein Buch sollte den Leser alles um sich herum vergessen lassen. Ich möchte von der Geschichte getragen werden. Ich möchte überrascht und unterhalten werden, lachen oder weinen. Ich liebe es, über ein Buch zu weinen. Am Ende möchte ich mich fühlen, als wäre ich an einem anderen Ort gewesen und nur langsam zurück ins echte Leben kehren muss.

Das Gespräch führte Meggin Leigh Doody

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