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Kultur

Siegfried Lenz gestorben

Einer der wichtigsten Autoren der deutschen Nachkriegsliteratur ist tot. Die Weltauflage seiner Werke liegt bei über 25 Millionen. Siegfried Lenz engagierte sich auch für die Aussöhnung mit Israel und Polen.

Lenz starb im Alter von 88 Jahren im Kreis seiner Familie, wie der Verlag Hoffmann und Campe mitteilte. Er war einer der bedeutendsten Autoren der deutschen Nachkriegsliteratur.

Zu seinen wichtigsten Werken gehören die Romane "Deutschstunde" (1968) und "Heimatmuseum" (1978). Besonders beliebt war sein Erzählband "So zärtlich war Suleyken" (1955) mit humorvollen Geschichten aus Ostpreußen. Die Weltauflage seiner in 30 Sprachen übersetzten Romane, Erzählungen, Essays und Theaterstücke liegt bei über 25 Millionen.

Aussöhnung mit Israel und Polen

Zwischen 1965 und den frühen 1970er Jahren hatte sich Lenz in Wahlkämpfen für die SPD engagiert und die Ostpolitik von Bundeskanzler Willy Brandt unterstützt. Mit seinem Kollegen Günter Grass wurde Lenz, der aus Masuren stammte, zur Unterzeichnung des Warschauer Vertrages 1970 nach Polen eingeladen. Auch für die Aussöhnung mit Israel setzte Lenz sich ein.

Er war Ehrenbürger der Hansestadt Hamburg und seiner masurischen Geburtsstadt Lyck, die heute zu Polen gehört und jetzt Elk heißt. Seit dem Zweiten Weltkrieg lebte Lenz in Hamburg.

jj/cr (dpa, afp, epd, Munzinger)