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Wissen & Umwelt

Sieben Astronauten machen "Hubble" wieder fit

Seit neunzehn Jahren liefert das Weltraumteleskop "Hubble" faszinierende Bilder aus dem All. Jetzt steht eine Generalüberholung an - die Mechaniker sind unterwegs.

Start der Raumfähre Atlantis ( Foto: AP)

Werkstattwagen für "Hubble": Raumfähre Atlantis

Mit acht Monaten Verspätung machten sich die sieben Astronauten - sechs Männer und eine Frau - an Bord der Raumfähre "Atlantis" am Dienstag (11.05.2009) auf den Weg. Eigentlich war der Start schon für Oktober 2008 vorgesehen, musste aber wegen technischer Probleme verschoben werden.

Auf die Crew wartet die größte Reparatur, die das Weltraumteleskop in den 19 Jahren seiner Arbeit für die Wissenschaft erfährt. "Hubble" soll durch den Einbau neuer Kameras und wissenschaftlicher Instrumente sowie durch den Austausch der Stabilisierungskreisel und der Batterien in den bestmöglichen Zustand für die nächsten fünf bis zehn Jahre versetzt werden. Frühestens 2014 steht ein Nachfolgemodell bereit.

Welch ein Service: die Werkstatt kommt zu "Hubble"

Es ist der fünfte und letzte Shuttle-Flug zu "Hubble, da die NASA das Raumfährenprogramm im kommenden Jahr einstellen wird. Für die Generalüberholung sind in den nächsten elf Tagen fünf Außeneinsätze der Astronauten eingeplant, die bis zu sieben Stunden dauern können. Die sogenannten Weltraumspaziergänge sind nicht ganz gefahrlos. Das Risiko in 583 Kilometern Höhe über der Erde von Weltraumschrott oder Mini-Meteoriten getroffen zu werden, ist ungleich höher als an der Internationalen Raumstation ISS, deren Umlaufbahn nur halb so hoch ist, wie die von "Hubble".

Gasnebel (Foto:AP)

Eines von tausenden faszinierender "Hubble"- Bilder: ein Gas-Nebel

Das Weltraumteleskop von der Größe eines Schulbusses ( 13 Meter lang und elf Tonnen schwer ) ist ein Gemeinschaftsprojekt der US-Raumfahrtbehörde NASA und der Europäischen Weltraumorganisation ESA. "Hubble" hat in den 19 Jahren im All die Astronomie revolutioniert. Seine Daten halfen Wissenschaftlern, Erkenntnisse über den Ursprung und das Alter des Universums zu gewinnen.

Reparaturarbeiten live im Netz

Bei der Reparatur des Teleskops kann die Öffentlichkeit hautnah dabei sein. Die NASA hat nicht nur die Vorbereitungen und den Start der "Atlantis" im Internet übertragen und in Blogs begleitet. Auf der Website sollen auch die Informationen ständig aktualisiert und die fünf Außeneinsätze live übertragen werden. Updates gibt es zudem über den NASA News Twitter. Mit im All ist auch eine IMAX-3D-Kamera der Filmfirma Warner Bros. In Kooperation mit der NASA soll die "Hubble"-Reparatur im Bild festgehalten werden. Der Film soll 2010 in die Kinos kommen.

Auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida steht für den Notfall die Raumfähre "Endeavour" bereit. Sollte irgendetwas bei der "Atlantis"-Mission dramatisch schiefgehen, wird sie losgeschickt, um die Besatzung mit dem Greifarm an Bord zu nehmen. (gmf/mm/dpa/ap/rtr/afp)

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