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Aktuell Welt

Selbstmordattentat im westtürkischen Bursa

In der Millionenmetropole südlich von Istanbul hat sich eine Selbstmordattentäterin in die Luft gesprengt. Die US-Botschaft hatte zuletzt vor Anschlägen auf Touristen gewarnt.

Eine 25-jährige Selbstmordattentäterin hat neben der historischen Großen Moschee einen Sprengsatz gezündet. Nach Angaben von Gesundheitsminister Mehmet Müezzinoglu schwebte von den 13 Verletzten schwebe keiner in Lebensgefahr. Ministerpräsident Ahmet Davutoglu sprach nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu lediglich von acht Verletzten. Das Innenministerium untersuche die Identität der Attentäterin und das hinter ihr stehende Netzwerk, sagte Davutoglu vor einer Reise nach Katar. Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand.

Bursa ist die viertgrößte Stadt der Türkei. Die Industriestadt liegt südlich der Metropole Istanbul. In der Vergangenheit hatte es in der Türkei mehrfach Terroranschläge gegeben. Zuletzt sprengte sich am 19. März in Istanbul ein Selbstmordattentäter in die Luft und riss vier Menschen mit in den Tod. Die Regierung machte die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) für den Anschlag verantwortlich, die sich jedoch nie dazu bekannte.

Ein weiteres Attentat auf Touristen war im Januar in der Istanbuler Altstadt verübt worden. Der Attentäter sprengte sich inmitten einer Reisegruppe in die Luft und riss zwölf Deutsche mit in den Tod. Auch dafür machte die Türkei den IS verantwortlich. Auch eine Splittergruppe der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK verübte Anschläge.

Die US-Botschaft hatte ihre Warnung für die Türkei zuletzt aktualisiert und auf ihrer Website mitgeteilt, dass es weiterhin "glaubwürdige Hinweise" auf Terroranschläge auf Touristen in der Türkei gebe. US-Bürger sollten achtsam an belebten Plätzen und touristischen Orten sein.

uh/qu (dpa,afp,rtr)

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