Schweres Erdbeben im Nordosten Indiens | Aktuell Asien | DW | 04.01.2016
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Aktuell Asien

Schweres Erdbeben im Nordosten Indiens

Viele Menschen schliefen noch als die Erde bebte. Das Epizentrum lag nahe Imphal, der Hauptstadt des Bundesstaates Manipur. Die Erschütterungen waren auch in Myanmar, Bangladesch und Bhutan zu spüren.

Mindestens zehn Menschen sind ums Leben gekommen, zahlreiche Bewohner wurden verletzt. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke des Bebens mit 6,7 an, das Geoforschungsinstitut in Potsdam maß 6,6 im Grenzgebiet zu Bangladesch und Myanmar.

Menschen rannten in Panik auf die Straße, als die Erdstöße die Region um 4.35 Uhr Ortszeit erzittern ließen. Das Epizentrum lag im indischen Bundesstaat Manipur, 29 Kilometer westlich der Landeshauptstadt Imphal, in der mehr als 250.000 Menschen leben. Sieben Opfer stammen aus Indien. Sie starben, als Wände einstürzten oder Steine herabfielen. Im benachbarten Bangladesch kamen drei Menschen ums Leben. Außerdem wurden dort viele Anwohner verletzt, als ein mehrstöckiges Haus in sich zusammenfiel, wie Sicherheitskräfte mitteilten.

Anwohner stützen einen Verletzten (Foto: AFP)

Wieviele Menschen tatsächlich verletzt wurden ist noch unklar

Nur wenige Hochhäuser

Ein ranghoher Regierungsbeamter teilte in Manipur mit: "Es gab Verletzte, aber wir können noch nicht sagen, wie viele es sind, da wir noch auf Berichte aus den ländlichen Gebieten warten." Es gebe in der Region auch einige Hochhäuser, die besonders einsturzgefährdet seien.

Erst im April hatte ein gewaltiges Erdbeben den angrenzenden Himalaya erschüttert und in Nepal, Indien, China und Bangladesch insgesamt rund 9000 Menschen in den Tod gerissen. Im Dezember und Oktober gab es heftige Erdstöße im Dreiländereck von Afghanistan, Pakistan und Tadschikistan.

se/uh (ap, dpa, rtr)