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Wirtschaft

Schwerer Abschied: Adieu, D-Mark!

Die D-Mark hat sich am 1. März endgültig aus den Geldbörsen verabschiedet. Ab jetzt kann nur noch mit Euro gezahlt werden.

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Die D-Mark ist in Deutschland kein offizielles Zahlungsmittel mehr

Auch in den meisten anderen Euro-Staaten verlieren die alten Münzen und Scheine ihre Gültigkeit: In Belgien, Luxemburg, Italien, Griechenland, Spanien, Finnland, Portugal und Österreich werden die nationalen Währungen nach dem 28. Februar vom Handel nicht mehr angenommen. Doch während bei unseren europäischen Nachbarn teilweise ausgelassene Feste stattfinden, machen sich die Deutschen den Abschied von der liebgewonnenen Währung nicht leicht.

Bundesbürger: Die Hälfte will die Mark zurück haben

Erst knapp ein Viertel der Bundesbürger haben sich daran gewöhnt, komplett in Euro zu rechnen, während 57 Prozent immer noch jeden Betrag in D-Mark umrechnen. Das haben die Meinungsforscher von Forsa bei einer Umfrage im Auftrag der Deutschen Welle herausgefunden. Und eine in München veröffentlichte Studie besagt, dass fast die Hälfte aller Deutschen sich die alte Währung zurückwünscht. Mögliche Ursache: Nach Angaben von Verbraucherschützern hat der Euro sich direkt bei seiner Einführung als "Teuro" unbeliebt gemacht.

Die Bundesbank schätzt, dass die D-Mark zur Zeit noch 19 Prozent des zur Zeit im Umlauf befindlichen Bargeldes ausmacht. Davon wird, so schätzt das Institut, in den kommenden Wochen aber höchstens noch ein Zehntel seinen Weg zurück zur Bundesbank finden. Dem Rest werde vermutlich als Andenken in privaten Haushalten gehortet und somit vor dem Schredder gerettet.

Trennungsschmerz in Südosteuropa

Aber auch andere können von der D-Mark, die einmal die zweitwichtigste Währung der Welt war, nicht lassen. Der Leiter der internationalen MFB-Bank in Belgrad kündigt an, dass die D-Mark in den Staaten Südosteuropas mit Verspätung verabschiedet wird. Die Leute könnten sich dort noch schwerer von der D-Mark trennen als die Deutschen.

In Belgrad zum Beispiel würden die alten Banknoten nach wie vor gerne als Zahlungsmittel angenommen. Trotzdem sind auch in Südosteuropa bereits erhebliche Bargeldbestände eingewechselt worden. Dies teilten Sprecher der zuständigen Nationalbanken mit. In Kroatien seien bislang D-Mark im Wert von 2,1 Milliarden Euro eingetauscht worden. In Serbien handele es sich um einen Gegenwert von 2,4 Milliarden Euro.

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  • Datum 02.03.2002
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